Der Energiehandel wartet auf elektronische Kraftstoffe

Politik

Nach dem EU-Parlament haben sich am Dienstag auch die EU-Umweltminister für ein Ende des Verbrennungsmotors in Fahrzeugen ab 2035 ausgesprochen. Neben der Elektromobilität lassen die Minister auch sogenannte E-Fuels eine Hintertür offen. Diese Karte möchte der Energiehandel in Zukunft noch stärker ausspielen.

29.06.2022 12.45

Online ab heute, 12.45 Uhr

Elektronische Kraftstoffe sind synthetische Kraftstoffe, die aus Wasser und Kohlendioxid durch Strom hergestellt werden. Die EU-Kommission sollte nun prüfen, ob es Ausnahmen für mit synthetischen Kraftstoffen betriebene Verbrennungsmotoren geben könnte; mehr Infos dazu bei Neuwagen ab 2035 nur noch ohne Emissionen (news.ORF.at).

Infrastruktur für E-Fuels bereits in Betrieb

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) sieht in der Entscheidung der EU-Minister ein wichtiges Signal: „Das ist ein riesiger Meilenstein. Ab 2035 werden in Europa nur noch emissionsfreie Autos zugelassen. Der Übergang zur Elektromobilität ist geglättet und das gibt Sicherheit.“ zur Planung des Sektors “.

Welche Rolle elektronische Kraftstoffe in Zukunft spielen werden, muss noch untersucht werden. Jürgen Roth, Leiter Energiehandel bei der IHK, hätte deutlichere Signale in Richtung synthetischer Kraftstoffe erwartet: „Hier hätten wir strenger sein müssen Kraftstoffe können überall auf der Welt, wo es viel Sonne und Wind gibt, dezentral produziert werden.

Elektronische Kraftstoffe, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind

Diese synthetischen Kraftstoffe könnten dann laut Roth der bestehenden Fahrzeugflotte zugeführt werden: „Bei der Elektromobilität muss ich das gesamte Leitungsnetz so anpassen, dass Elektromobilität möglich ist, und ich muss die gesamte Fahrzeugflotte ersetzen.“ .

Laut Statistik Austria fahren derzeit etwas mehr als ein Prozent der 7,5 Millionen Pkw in Österreich mit Strom. Allerdings sollten elektronische Kraftstoffe laut Gewessler nur in einem begrenzten Bereich zum Einsatz kommen: „Im Vergleich dazu ist es eine Fortbewegungsart, die viel Energie verbraucht. Mit der Elektromobilität haben wir eine sparsamere, effizientere und vor allem das umweltfreundlicher ist, weshalb wir hauptsächlich elektronische Kraftstoffe brauchen, wo wir keine Alternativen haben.“

Gewessler erwähnt den Luftverkehr und die Schifffahrt, wo große Mengen an elektronischen Treibstoffen benötigt werden. Die Minister müssen sich nun mit dem EU-Parlament abstimmen, das sich bisher stark gegen synthetische Kraftstoffe ausgesprochen hat.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *