Der entlassene Botschafter der Ukraine, Andriy Melnyk, sagte über seine Entlassung

Es war die schockierende politische Nachricht vom Samstag: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) kündigte die Absetzung von Andriy Melnyk (46) und vier weiteren ukrainischen Botschaftern an.

► Über die Hintergründe war bisher wenig bekannt. Die BILD erfuhr aus Diplomatenkreisen, dass Melnyks Entlassung dem üblichen Prozedere folgte und nicht auf die Melnyk-Debatte in Deutschland zurückzuführen sei.

Nun nehme der Botschafter selbst zu seiner Entlassung Stellung, sagte er “FAZ am Sonntag”dass seine Amtszeit “wahrscheinlich in wenigen Wochen enden wird”. Dann würden er und seine Familie in die Ukraine zurückkehren.

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Auch Melnyk verhehlt sein Verhältnis zu Deutschland nicht: „Deutschland wird in unseren Herzen bleiben“, stellt er klar. „Das ist uns damals einfach aufgefallen. Ich war zweimal in Deutschland, ich habe eine sehr enge Beziehung zu diesem Land, das war manchmal auch eine Art Hassliebe.“

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Melnyk hat nicht verraten, was mit ihm nach seiner Rückkehr in die Ukraine passieren wird. Nach Informationen von BILD gibt es aber Pläne, dass Melnyk künftig im Außenministerium der Ukraine arbeiten könnte.

Anscheinend könnte er dort sogar stellvertretender Außenminister werden. Ein Wechsel nach Kiew sei nicht als Herabsetzung zu verstehen, heißt es in Regierungskreisen in der Ukraine.

Melnyk war dafür der letzte Massive kritisiertder den ukrainischen Volkshelden und Nationalistenführer Stepan Bandera († 1959) verteidigt hatte.

(alb)

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