Der EU-Gipfel beginnt ohne Einigung über das Ölembargo

Der EU-Gipfel beginnt heute ohne Einigung über das russische Ölembargo. Im Streit darüber hat die EU-Kommission nun einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt.

Nach Angaben der Behörde erlaubt der Entwurf zunächst nur den schrittweisen Wegfall von Importen von per Schiff transportiertem Öl. Die riesige Ölpipeline „Druschba“ wäre bis auf Weiteres von dem Embargo ausgenommen.

Dies würde es Russland ermöglichen, einen Teil seiner Geschäfte mit EU-Unternehmen fortzusetzen. Nach EU-Angaben ging etwa ein Drittel der gesamten Fördermenge über die Gasleitung „Druschba“. Diese beliefert Raffinerien in Ungarn, der Slowakei und Tschechien sowie Polen und Deutschland, obwohl Deutschland und Polen bereits deutlich gemacht haben, dass sie sich unabhängig von der Versorgung mit russischem Öl bis Ende dieses Jahres unabhängig machen wollen das Embargo.

der Gipfel beginnt

Einer Quelle zufolge konnten sich die EU-Staaten laut Nachrichtenagentur Reuters noch nicht auf ein Ölembargo gegen Russland einigen.

Die EU-Kommission ist jedoch optimistisch, dass ihr neuer Vorschlag von den 27 Mitgliedsstaaten angenommen werden dürfte. Es soll nun auf dem heute beginnenden Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs vorgestellt werden.

Eine Einigung wird laut Kommissionskreisen nächste Woche erwartet. Österreich und Deutschland wollen das Ölembargo unterstützen. Österreich verzichtet nach eigenen Angaben seit März auf russisches Öl.

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