Die Münchner gewannen am Samstagabend im ausverkauften Heimstadion gegen Pokalsieger RB Leipzig mit 5:3 (3:0). Bayern-Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer gewann das österreichische Duell gegen Leipzigs Konrad Laimer, beide ÖFB-Stürmer.
Angeführt vom starken 19-jährigen Jamal Musiala und dem treffsicheren Neuzugang Sadio Mané dominierte der Rekordmeister lange Zeit das Geschehen, geriet aber in der Schlussphase erneut unter Druck. Bei der 16. Teilnahme gewann das Team aus München zum zehnten Mal den Supercup.
Beim FC Bayern war der aus Liverpool kommende Mané der einzige Neuzugang in der Münchner Startelf. Millionärs-Starverteidiger Matthijs de Ligt musste sich dagegen noch gedulden. Nach der kurzen Vorbereitung sei er noch nicht bei 100 Prozent gewesen, sagte Trainer Julian Nagelsmann.
Bayern Münchens deutscher Torhüter Manuel Neuer hebt die Trophäe nach dem deutschen Supercup-Fußballspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München am 30. Juli 2022 in Leipzig. (Foto von Ronny HARTMANN / AFP) / DFL-VORSCHRIFTEN VERBOTEN JEDE VERWENDUNG VON FOTOS ALS BILD SEQUENZ UND/ODER QUASI-VIDEO
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So verfolgte de Ligt ein starkes Spiel seiner neuen Mannschaft von der Bank aus. Lange Zeit war man in München giftiger, aggressiver und technischer. Mit Hochdruck bereiteten sie den Gastgebern große Probleme. Nur 14 Minuten vergingen bis zum ersten Pflichtspieltor der Münchner in der neuen Saison: Nach einer misslungenen Parade der Leipziger fand der Ball seinen Weg zu Musiala, der von rechts innen einschoss. Marcel Halstenberg und der von den Bayern umworbene Laimer hatten zuvor keine gute Figur gemacht.
Nach einer Flanke von Serge Gnabry war Mané (31.) an dem Punkt, an dem Supertorschütze Robert Lewandowski die Bayern-Fans in den vergangenen Jahren immer bejubelt hatte. Groß war die Freude beim afrikanischen Fußballer des Jahres, der die Arme hob, sprang und seine Mitspieler umarmte. Und noch schlimmer war es für Leipzig, dessen Fehler eiskalt bestraft wurden. Der verspielte Musiala tanzte durch die RB-Abwehr und bescherte Benjamin Pavard den dritten Treffer (45.).
Marcel Sabitzer spielte.
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RB-Trainer Domenico Tedesco reagierte mit zwei schnellen Wechseln und brachte den Spanier Dani Olmo und Stürmer André Silva. Letzterer hatte Pech, als sein Kopfball nur die Latte traf (57.). Doch bald darauf wurde die Mühe mit einem Tor von Halstenberg (59.) belohnt, als Bayern-Schlussmann Manuel Neuer unglücklich agierte.
Kurz darauf konnte RB-Schlussmann Peter Gulacsi einen Schuss von Thomas Müller verhindern, Gnabry schickte den Ball aber ins Netz (66.). Als die Bayern umgeschaltet hatten, erzielte Leipzig durch Christopher Nkunku per Foulelfmeter (77.) und Olmo nach Vorlage von Laimer (89.) noch zwei Tore mehr. Danach musste die Mannschaft in München, wo de Ligt etwas Spieltraining erhielt, sogar zittern. Den Schlusstreffer erzielte schließlich Leroy Sané (98.).