Der Gasthofbesuch wird immer teurer

Geschäft

Wer derzeit in einem Gasthaus in Vorarlberg trinkt und isst, sollte zehn Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr. Restauratoren argumentieren unter anderem mit erhöhten Betriebskosten und Kaufpreisen. Das Ende der Inflation ist nicht absehbar.

28.05.2022 28.12

Online ab heute, 12.28 Uhr

Branchensprecher Stefan Köb schätzt die Preiserhöhungen in seinen Bregenzer Restaurants auf zehn Prozent bei Getränken und bis zu 15 Prozent bei Speisen. Zum Beispiel kostete ein kleines Bier im Hafenrestaurant kürzlich 3,50 Euro, jetzt müssen Sie 3,90 Euro bezahlen. Im Restaurant Rankweil Firmament ist die Mittagskarte um 20 Cent gestiegen. Alle anderen Gerichte kosten laut Inhaber Ernst Seidl rund zehn Prozent mehr.

Pommes im Pool 50 Cent teurer

Pommes Frites gehören für viele zu einem Besuch im Schwimmbad dazu. Dafür muss man aber tiefer in die Tasche greifen als im letzten Sommer. Bei den Rheinauen in Hohenems kostet eine Portion 3,30 Euro, 50 Cent mehr als im Vorjahr.

Lebensmittelunternehmer Mike Häfele erklärt ihm die 18-prozentige Preiserhöhung. Tiefkühlpommes kosten etwa 20 Prozent mehr, Frittieröl hat etwa 30 Prozent mehr zugelegt. Das Eis in den Rheinauen kostet wie im Vorjahr, das wird sich zum Ferienbeginn ändern, kündigt Häfele an.

Neue Preiserhöhungen wurden angekündigt

Wie Privathaushalte müssen natürlich auch Gastronomen mehr für die Betriebskosten bezahlen. Restaurants brauchen viel Strom zum Kochen, Kühlen und Gefrieren, betont Köb. Auch die Müllentsorgung ist teurer geworden. Auch die Personalkosten steigen, sagt Seidl. Die Personalkosten sind seit Jahresbeginn um 20 Prozent gestiegen. Bei Häfele ist der Anstieg auch auf die Steuersatzanpassung zurückzuführen.

Alle vom ORF Vorarlberg kontaktierten Gastronomen haben signalisiert, dass sie die Preise in diesem Jahr weiter erhöhen werden. Gegen Ende des Jahres könnte ein Restaurantbesuch 20 Prozent mehr kosten als ein Jahr zuvor.

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