Der Kern russischer Aktionen

Viele Anleger mit russischen Wertpapieren im Portfolio stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen Depotscheine jetzt gegen zugrunde liegende Aktien getauscht werden, und ist das überhaupt machbar?

Wien. Der Rückzug aus dem russischen Markt ist nicht nur für internationale Unternehmen schwierig: Investoren, die russische Aktien besitzen und sich davon trennen wollen, stehen vor unüberwindbaren Hürden. Und das nicht nur, weil Russland ausländischen Marktteilnehmern bis auf weiteres den Handel verbietet.

Westliche Privatanleger haben typischerweise keine russischen Originalaktien in ihren Depots, sondern Depotquittungen, die das Eigentum an den Aktien bescheinigen: die sogenannten ADR oder GDR (American oder Global Deposit Receipts). Diese wurden ausgegeben, um den Handel mit russischen Wertpapieren im Westen zu ermöglichen oder zu erleichtern. Allerdings können diese Papiere derzeit nicht verkauft werden, auch der Handel mit ihnen an der Börse ist eingestellt.

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