Der König der Trompetenbauer geht in den Ruhestand

kulturell

In Bischofshofen (Pongau) geht der legendäre und renommierte Instrumentenbauer Martin Lechner nun in den Ruhestand. Zum Abschied – kurz vor seinem 70. Geburtstag im August – holte er die deutsche Trompetenlegende Walter Scholz, einen Spezialisten für Klassik und andere Stilrichtungen, in die Stadt.

29.07.2022 18.58

29. Juli 2022 um 18:58 Uhr

Seit über 40 Jahren ist Walter Scholz der Trompetenmarke Lechner treu. Die diesjährigen Bischofshofener Sommerfestspiele spielen kostenlos.

Die guten Beziehungen zwischen Martin Lechner und seinen Künstlern sind auch der Grund für das umfangreiche Programm. Seine Instrumente werden auch von den Wiener Philharmonikern gespielt. Jetzt hört der Pongau-Experte auf: „Ich habe den Leuten immer zugehört, was sie interessiert. Wir müssen ein Programm auf diesem Gebiet machen, das die Leute verstehen.”

B’hofens Kultursommer bringt neue Jobs

Martin Lechner ist überzeugt, dass Konzerte wie das am Donnerstagabend in der Pfarrkirche auch die Stadt Bischofshofen beleben. Auch das diesjährige Sommerfest hat er organisiert: „Ich bin immer auf der Suche nach kreativer Arbeit. Bei einem Festival wie diesem ist die Stadt voller Gäste.”

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Gäste aus dem In- und Ausland

Bischofshofen ist eine Stadt, die nicht gerade für Massentourismus bekannt ist. Es gibt nur 367 Gästebetten, und das bei fast 11.000 Einwohnern. Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ) versichert, dass viele Musiker aus aller Welt dabei sein werden: „Natürlich belebt das Publikum aus nah und fern auch unsere Wirtschaft.“

Professionelle Musiker sind von höchster Qualität begeistert

Auch die Trompete, die Walter Scholz, heute 84, am Donnerstagabend spielte, sei in der Werkstatt von Martin Lechner maßgefertigt worden, erklärt Scholz: „Ich habe mich für eine Glocke entschieden, und das ist bis heute so geblieben. Auch für Konzerte mit Musik von Haydn.“

Aus Auftraggeber und Meister wurden enge Freunde, auch das ist ein Geheimnis des Bischofshofener Festspielsommers. Es scheint klar, dass es diese Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr nicht mehr geben wird. Laut Oberbürgermeister Obinger will die Stadt die Marke auf jeden Fall behalten.

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