Damit fiel die Mannschaft von Christian Ilzer auf den vierten Tabellenplatz zurück und liegt mit acht Zählern nun fünf Zähler hinter dem LASK und vier hinter Salzburg. Unterdessen beendete Linz eine Siegesserie von vier Spielen gegen Graz. Kühbauers Mannschaft empfängt am kommenden Samstag Altach, die Steirer gastieren am Tag darauf bei Rapid.
Sowohl Ilzer als auch Kühbauer hatten im Vergleich zum Erfolg der Vorwoche kaum Anlass, ihre Elf zu verändern: Sturm besiegte Altach mit 4:0, LASK Rapid mit 2:1. Dieselbe Elf wie in Graz, Jakob Jantscher kehrte nach längerer Pause wegen eines Wadenmuskelrisses in den Kader zurück und saß zunächst auf der Bank. Nach dem Heimsieg gegen Rapid veränderte der großgewachsene Österreicher nur eine Position, Robert Zulj spielte anstelle von Sascha Horvath und debütierte damit in der Startelf beim LASK.
LASK besiegt Sturm
Die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer feierte am Samstagabend am fünften Spieltag einen 1:0-Heimsieg bei Sturm Graz und verteidigte damit die Tabellenführung.
Sturm, um besser zu starten
Ihre Fans starteten mit einem Protest gegen die rosafarbenen BWT-Trikots – bekannt aus der Formel 1 vom Alpine Racing Team – in die Partie und füllten erst nach 20 Minuten die Gästesektion. Sportlich starteten die Gastgeber zeitweise mit Hochdruck, Tomi Horvat prüfte Alexander Schlager nach nur vier Minuten mit einem soliden Schuss.
Danach fand auch der LASK seinen Weg ins Spiel. Kühbauers Team hatte mehr Ballbesitz, war aber offensiv ungefährlich. Die Steirer wirkten gefährlicher, ließen im letzten Drittel aber die Präzision vermissen. Ein Freistoß von Prass sorgte in der 21. Minute für Chaos in der Linzer Hintermannschaft, erst im dritten Versuch entgingen die Gäste der Gefahr.
Zehn Minuten später feierte Sturm, nachdem Rasmus Höjlund Schlager besiegt und getroffen hatte. Doch der 19-jährige Däne stand bei einem Pass von Manprit Sarkaria im Abseits (31.). Die VAR-Überprüfung bestätigte die Entscheidung des Teams um Schiedsrichter Walter Altmann. Kurz vor der Pause vergab Horvat eine Doppelchance und der 23-jährige Slowene schoss nach einer Vorlage von Schnegg an die Strafraumkante. Sein erster Versuch wurde zunächst geblockt, Schlager klärte den Nachschuss (41.).
Nakamura trifft die Entscheidung
In der zweiten Halbzeit änderte sich zu Beginn wenig, die Offensivbemühungen beider Mannschaften scheiterten meist im Schlusspass. Das sollte sich für die Sturmseite mit der Einwechslung von Jantscher ändern, der in der 64. Minute zurücklegte, aber das Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einem Pass von Zulj hatte Nakamura zu viel Platz, der Japaner schleppte den Ball aus gut 16 Metern ins lange Eck (65.).
GEPA/Chris Bauer Keito Nakamura führte den LASK zum vierten Saisonsieg
Ein Fernschuss von Stefan Hierländer in die Jantscher-Ecke reichte nicht weit zum Ausgleich (71.). Kurz darauf vergab der eingewechselte Moritz Wels die beste Chance von Sturm, als er das Schlager-Tor verfehlte (79.). Horvat ereilte wenig später das gleiche Schicksal (83.). In einer hektischen Schlussphase, die einige Verwarnungen mit sich brachte, behielt der LASK am Ende den Überblick und ließ sich mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten.
Kommentare zum Spiel:
Christian Ilzer (Sturm-Trainer): „Das Ergebnis und die Niederlage sind sehr erschütternd. Als wir das Tor geholt haben, hat man gesehen, dass uns im Detail die Energie und Überzeugung gefehlt hat. Es war ein taktisches Spiel, uns hat im letzten Teil die Entschlossenheit gefehlt “Müdigkeit und Anspannung der letzten Wochen sollten keine Ausrede sein. Wir haben nicht unsere beste Form auf den Platz gebracht.”
Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): „Ein wunderbarer Tag. Mir war klar, wer das erste Tor erzielt, gewinnt. In einem Spiel Dritter gegen Ersten zählen die Kleinigkeiten. Dann entschied ein Zug von Nakamura das Spiel. Wegen der zweiten Halbzeit ist der Sieg am Ende gut.”
Admiral – Bundesliga, fünfte Runde
Samstag:
Sturm Graz – LASK 0:1 (0:0)
Graz, Merkur Arena, 12.502 Zuschauer, SR Altmann
Tor: Nakamura (65.)
Stürmer: Siebenhandl – Gazibegovic, Affengruber (71./Borkovic), Wüthrich, Schnegg – Hierländer (71./Wels), Gorenc Stankovic, T. Horvat (84./Emegha), Prass (84./Ljubic) – Sarkaria (64 ) ) ./Jantscher), Höjlund
LASK: Schlager – Stojkovic, Ziereis, Luckeneder, Renner (85./Potzmann) – Jovicic, Michorl – Goiginger, Zulj (71./Horvath), Nakamura (85./Kecskes) – Ljubicic (61./Koulouris)
Gelbe Karten: Wüthrich, Schnegg, Gazibegovic und Schlager, Jovicic
Die Besten: Wüthrich, Gorenc Stankovic, Prass oder Schlager, Renner, Nakamura