Österreichische Warenhäuser entpuppten sich als teure Linksammlung, die nicht hielt, was sie versprach. Nun ist sein erlösendes Ende gekommen.
Eigentlich sollte es „Amazon den Kampf ansagen“ und ein veritabler Onlineshop werden, um die heimische Wirtschaft während der vorweihnachtlichen Blockade durch die Corona-Krise zu bringen. Am Ende war es eine Liste österreichischer Unternehmen mit einem Umsatz von einer Million Euro. Wie viele Kritiker kann dies als „nutzlos“ und „extrem teuer“ bezeichnet werden.
Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher versucht es etwas diplomatischer: „Das österreichische Warenhaus war ein Projekt, das sehr gut gemeint war, aber vom Kosten-Nutzen-Verhältnis her nicht wirklich zielführend war. “. Aber jetzt hat er sogar gute Nachrichten.
„Ziel nicht erreicht“
Diese Liste beinhaltet Betriebsausgaben von 26.000 Euro pro Jahr. “Um die Belastung der Steuerzahler zu minimieren, insbesondere wenn sich herausstellt, dass die gesetzten Ziele nicht erreicht werden, haben wir uns entschieden, das Kaufhaus Österreich zu schließen und die damit verbundenen Kosten zu stoppen.”
Peanuts im Vergleich zu den bisher angefallenen Kosten: Laut Staatssekretär für Digital soll das Projekt laut diversen Medienberichten 946.068,54 Euro gekostet haben. Michael Esterl, damals Generalsekretär des Wirtschaftsministeriums, hat diese Woche eine Summe von 1,2 Millionen Euro in den Korruptionsermittlungsausschuss der ÖVP berufen.
Wer Schuhe suchte, fand alles andere
Im kollektiven Gedächtnis bleiben dagegen die vielen kuriosen Ergebnisse der Suchmaske, die Warenhäuser auf zahlreiche Kunden spucken. Die damalige Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sprach bei der Projektpräsentation über ihre frustrierenden Online-Shopping-Erlebnisse. Er hat sich kürzlich vernetzt, den Begriff „Schuhe“ und „Österreich“ oder „AT“ eingeführt und ist immer wieder auf deutschen, schweizerischen oder gar chinesischen Plattformen gelandet.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Handelskammer ins Leben gerufen. Ein erster Praxistest einer Schuhsuche zeigte, dass tatsächlich österreichische Anbieter gefunden wurden. Aber sie verkauften keine Schuhe. Stattdessen fanden sie einen Tischtennisladen, einen Bergbauern, eine Buchhandlung und eine Stickerei. Und es wurde noch seltsamer.
Ein paar Monate später wurde bekannt, dass das Ministerium keine Genehmigung hatte, einen kommerziellen Markt zu betreiben. Zusätzlich erhielt jedes angemeldete Unternehmen eine Prämie in Höhe von 127 Euro. „Aber für mich lohnt es sich in dieser Krise“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Deshalb kündigt Jörg Leichtfried (SPÖ) eine Ministeranklage an. „Schramböck hat mindestens 1,3 Millionen Euro Steuergelder verschwendet, um ein Telefonbuch online zu stellen“, sagt Leichtfried.
Kaufhäuser Österreich sucht nach “Schuhe” ScreenshotNav leo account time24.06.2022, 08:15 | Akt: 24.06.2022, 11:05