Der Nationalrat bereitet sich auf die Gaskrise vor

Erstellt am 15. Juni 2022 | 06:11

Lesezeit: 2 Minuten

Gasspeicher Haidach in Sicht

Foto: APA/THEMENBILD

Am zweiten und letzten Tag der Plenarwoche wartet der Nationalrat mit einem abwechslungsreichen Programm auf. Unter anderem werden Schritte unternommen, um die Unabhängigkeit von russischem Gas zu erhöhen. Außerdem gibt es neue Regeln für Kronensekrete und Kontaktverfolgung. Die neue Themenverteilung wird abschließend in den Ressorts festgelegt. Gast der „Fragestunde“ ist Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) zu Beginn der Sitzung.

Als Reaktion auf die Gaskrise infolge der russischen Aggression in der Ukraine müssen alle Speicher in Österreich an das österreichische Gasleitungsnetz angeschlossen werden. Der Standort Haidach wird gezielt anvisiert. In den Jahren 2022 bis 2025 werden Unternehmen jeweils 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Mehrkosten des russischen Erdgasausstiegs auszugleichen.

Das Ministeriumsgesetz ordnet die Befugnisse neu. Zum Beispiel ist das Wirtschaftsministerium Teil des Arbeitsministeriums. Das Landwirtschaftsministerium verliert Tourismus an Arbeit, Telekom an Finanzierung, die auch die Digitalisierung von Unternehmen bekommt, und Zivildienst ans Kanzleramt.

Was Corona anbelangt, so kann der Gesundheitsminister per Verordnung künftig generelle Verkehrsbeschränkungen (als Alternative zur Isolation) erlassen. Künftig sollen Gesundheitsämter in der Lage sein, die Nachverfolgung von Kontakten zu Spitzenzeiten zu priorisieren und einzuschränken. Eine Hochschulreform steht ebenfalls noch aus.

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