Tourismus
Der Tourismus trägt jährlich mehr als 600 Millionen Euro zur Region Schladming-Dachstein bei. Trotzdem beklagen die Tourismusbehörden des Landkreises, dass es nicht oder nicht genug geschätzt wird.
13.06.2022 08.01
Online ab heute, 8.01 Uhr
Mit rund 3,8 Millionen Übernachtungen ist die Region Schladming-Dachstein die größte Tourismusregion der Steiermark. Tourismusverantwortliche haben in den vergangenen Monaten eine Gästebefragung in Auftrag gegeben – mit dem Ergebnis, dass jeder Gast durchschnittlich 162 Euro pro Tag in der Region ausgibt.
„Multipliziert man die Tagesausgaben von 162 Euro mit 3,8 Millionen Übernachtungen, die in einem normalen Jahr ohne Corona in der Region Schladming-Dachstein anfallen würden, ergibt sich ein Betrag von 600 Millionen Euro, der von Gästen in der Region ausgegeben wird. Das ist unglaublich Menge und zeigt, wie wichtig der Tourismus als Lebensader für eine Region wie Schladming-Dachstein ist“, sagt Mathias Schattleitner, Hauptgeschäftsführer der Tourismusregion Schladming-Dachstein.
“Eine gute Investition, weil alle davon profitieren”
Von diesem Mehrwert würden alle profitieren: die Bevölkerung, Unternehmen, Gemeinden und der Tourismus. Dies werde jedoch laut Schatleitner nicht ausreichend gewürdigt, teilweise auch von den betroffenen Kommunen, etwa wenn Investitionen in die touristische Infrastruktur nötig seien.
„Die Strukturreform hat im Tourismus etwas verändert. Aufgaben wurden abgestimmt. Natürlich sind Gemeinden gefordert, die touristische Infrastruktur zu übernehmen, was natürlich Geld kostet. Aber ich denke, dass das Geld durch die Einnahmen ausgeglichen werden sollte, die der Tourismus bringt. Und ich denke, es ist eine gute Investition, denn im Allgemeinen profitieren alle: der Gast als Einheimischer. Deshalb darf man stolz auf den florierenden Tourismus in der Region Schladming-Dachstein sein“, sagt Schatleitner.Nur wer sich für ein größeres Ganzes einsetzt, kann die Herausforderungen der Zukunft meistern.