“Der Weg ist so verlockend, dass man seine eigenen Fähigkeiten überschätzt”

Das auf den steilen Felsen unterhalb der Ebenalp erbaute Berghaus Äscher gehört heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Schweizer Alpen. Dank Instagram ist es zu einer Sehenswürdigkeit im Alpstein geworden und zieht jährlich zehntausende Besucher an.

Vier tödliche Unfälle in zweieinhalb Jahren

Gerade an schönen Sommerwochenenden sind viele Gäste unterwegs, doch der Boom hat auch seine Schattenseiten. Auf dem Weg zwischen Berggasthof und Seealpsee kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Seit Herbst 2019 verunglückten auf genau dieser Strecke drei Menschen tödlich, am Sonntag starb eine 75-jährige Frau aus dem Kanton Bern.

«Auf der Strasse zwischen Äscher und Chobel gibt es mehrere sehr steile und damit gefährliche Stellen», sagt Roland Koster, Sprecher der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden. Warnschilder beim Gasthaus Äscher machen deutlich, dass der Weg zum Seealpsee kein Wanderweg, sondern ein Höhenweg ist. „Auf diesen Straßen kann es schnell lebensgefährlich sein, wenn man stolpert oder gar stürzt“, sagt Köster.

Im Wandergebiet Alpstein gibt es zahlreiche Bergwanderwege, aber kaum einer ist so beliebt und überlaufen wie dieser. Dass es hier zu einer Häufung von Unfällen kommt, lässt sich auch rein statistisch erklären. Aber es gibt noch einen anderen Grund.

“Drahtseil an kritischen Stellen verbunden”

„Tatsache ist, dass es eine perfekt befestigte Straße ist, an kritischen Stellen ein Seil befestigt ist und die Straße gut gepflegt ist.“ Dass es immer noch häufig zu tödlichen Unfällen kommt, hat für Koster mit der besonderen Situation zu tun: „Die Versuchung für Menschen, die nicht besonders bergspezifisch sind, ist groß, die Straße von Äscher zum Seealpsee zu nehmen, denn „es geht immer bergab und Der Kraftaufwand hält sich in Grenzen. Es besteht die Gefahr, dass man sich überschätzt und übersieht, dass es sich nicht um einen normalen Wanderweg handelt.“

(Hauptversammlung)

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