Der Wetterexperte sagt, wann Gewitter nach Wien kommen

Am Mittwoch hat ein Hagelsturm weite Teile Österreichs heimgesucht, aber Wien ist bisher von den Unwettern verschont geblieben. Doch ein Experte warnt.

Schwere Unwetter haben in der Nacht zum Mittwoch ganze Dörfer in Kärnten verwüstet, vor allem im Bezirk Villach-Land. Im Nachbartal traten Bäche über die Ufer, Schlammlawinen brachen aus und begruben Häuser bis ins Erdgeschoss. Jetzt ist die Armee mit 100 Soldaten im Einsatz und unterstützt die lokale Bevölkerung.

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„Besonders in einem Streifen von Villach bis ins Hochtal der Mur kam es wiederholt zu heftigen Unwettern mit sintflutartigem Regen, hier fielen in etwa 6 Stunden etwa 100 l/m². In 24 Stunden waren es 150 l/m².“ , erklärt UBIMET-Experte Steffen Dietz in „Heute“.

SumUBIMET des Niederschlags

Anwohner müssen zu Hause bleiben

Diese enorme Regenmenge verursachte eine Reihe von Schlammlawinen und dann Zivilschutzalarme. Die Region nördlich von Villach (Ggendtal, Arriach, Treffen am Ossiacher See) ist am stärksten von Stürmen betroffen. Die Bewohner der betroffenen Gebiete wurden gebeten, zu Hause zu bleiben.

Unwetterkatastrophen fordern die ersten Opfer

Die Stürme sind nach Angaben des Meteorologen noch aktiv, „ziehen aber jetzt nach und nach nach Tschechien in Oberösterreich und ins westliche Niederösterreich. In Tschechien wird ein ruhigeres Wetterfenster eingebaut.“ Dahinter stehen aber die nächsten starken Stürme bilden sich bereits in Friaul, Italien “.

Die Stürme ziehen samt Neuformationen im Laufe des Nachmittags wieder nach Norden über Osttirol/Kärnten und die Weststeiermark und erreichen am Abend das Mühl- und Waldviertel, sodass der Verlauf und die betroffenen Regionen ähnlich wie gestern sind.

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Starker Regen kommt

Bei Sturm sind Hagel und Unwetter lokal wieder möglich, die Hauptgefahr dürfte aber von Starkregen aufgrund der nassen Geschichte ausgehen. Bislang ist die Bundeshauptstadt vor den Stürmen verschont geblieben, geht es so weiter? Vermutlich nicht, denn Wien muss sich am Mittwochabend wohl auf einen Sturm einstellen.

Der Hagel trifft Österreich nun hart

„Bis zum Abend wird es ruhig bleiben, aber dann besteht in Wien gute Chancen auf einen Sturm. Höchstwahrscheinlich wird sich am Ostrand der Alpen etwas entwickeln und dann durch den Wienerwald nach Norden ziehen. Nacht, sagen Wettermodelle endgültig voraus einige Regenschauer“, sagt Dietz von UBIMET.

Der Donnerstag beginnt mit Wolken, vor allem in der Osthälfte, und gelegentlichen Regenschauern. Tagsüber geht oft die Sonne auf, in den Bergen und Hügeln kommt es am Nachmittag wieder zu Schauern und heftigen Stürmen, vor allem vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut. Abgesehen von Sturmböen weht meist ein leichter Wind und die Temperaturen erreichen maximal 26 bis 34 Grad.

Am Freitag ist es von Vorarlberg bis Oberösterreich bewölkt und teilweise nass, auch in den Bergen im Osten, heftige lokale Schauer und Gewitter ziehen sich vom Westen bis ins Mittelburgenland. Im Donauraum und im Südosten bleibt es hingegen oft trocken und oft sonnig. Im Norden der Alpen werden die stärksten und zeitweise stürmischsten Westwinde auffrischen. Große Temperaturkontraste: von Bregenz bis Kitzbühel 16 bis 20, von Innsbruck bis Linz 21 bis 29 und von Klagenfurt bis Wien 30 bis 35 Grad.

Am Samstag soll es im Osten und Südosten zunächst etwas regnen, punktuell kann es auch zu Stürmen kommen. Von Westen her lockert es jedoch schnell auf und der Tag ist meist sonnig, mit ein paar mehr Wolken vom Pyhrngebiet bis zur Rax. Die Wahrscheinlichkeit von Stürmen ist jedoch gering. Aus östlicher Richtung weht kräftiger, anfangs kräftiger Nordwestwind. Die Temperaturen im Osten und Westen sind gleich, die Höchstwerte liegen zwischen 23 und 30 Grad.

Der Sonntag bietet oft sonniges Badewetter, tagsüber ziehen Quellwolken über den Bergen auf. Am Nachmittag treten vor allem entlang und südlich des Alpenhauptkamms vereinzelt warme Gewitter auf, es bleibt aber überwiegend freundlich und trocken. Bei überwiegend schwachem Wind steigen die Temperaturen zwischen 24 und 31 Grad.

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