Deshalb steigt der Eurokurs leicht an

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Die Gemeinschaftswährung Euro notierte mittags bei 1,0740 US-Dollar, nachdem sie in den frühen Morgenstunden ein Tagestief von 1,0710 US-Dollar erreicht hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,0730 US-Dollar festgelegt.

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Marktbeobachter sprachen von der Schwäche des Feiertagsgeschäfts. Im Laufe des Vormittags wurde der Euro von einer allgemein günstigen Stimmung an den Finanzmärkten nach oben getrieben. An den europäischen Aktienmärkten stiegen die Kurse nach den guten Vorzeichen der asiatischen Märkte. Einer der Treiber des Kurses war die Lockerung der Corona-Beschränkungen in der chinesischen Metropole Peking. Auch die Verbesserung der Wirtschaftsdaten aus China beflügelte die Kauflaune.

Deutlichere Kursgewinne verzeichnete hingegen das Britische Pfund, das im Handel gegenüber dem Dollar auf ein Intraday-Hoch von 1,2577 US-Dollar stieg. Am Vormittag wurde bekannt, dass sich der in der „Partygate“-Affäre stark unter Druck stehende britische Premierminister Boris Johnson am Montagabend einem Misstrauensvotum seiner Konservativen Partei stellen musste. Johnson lobte die Gelegenheit, sich dem Votum seiner konservativen Abgeordneten zu stellen, und sah darin eine Gelegenheit, das Thema „Partygate“ hinter sich zu lassen.

Analysten spekulierten auch über ein vorzeitiges Ende der Amtszeit des britischen Premierministers. „Ein Nachfolger würde wahrscheinlich eine konstruktivere Haltung gegenüber der EU einnehmen“, sagte Samuel Tombs, Ökonom beim britischen Analysehaus Pantheon Macroeconomics. Er glaubt, dass ein Führungswechsel mittelfristig einige positive Auswirkungen auf die britische Wirtschaft haben könnte. Allerdings wies der Experte auch auf die zu erwartende politische Instabilität bei einem Wechsel der Regierungsführung hin.

Darüber hinaus haben die bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen der EZB für diese Woche die Aufmerksamkeit zunehmend auf den Devisenmarkt gelenkt. Es wird erwartet, dass die Zentralbank ihre Netto-Anleihekäufe am Donnerstag abschließt und eine Zinserhöhung für die Sitzung im Juli sicherstellt. Man darf gespannt sein, welche Ratschläge sie für die Zukunft gibt. „Sie dürften darauf hinweisen, dass bei künftigen Sitzungen mit Zinserhöhungen von 0,25 Prozentpunkten zu rechnen ist, Entscheidungen aber im Zeitverlauf zunehmend von den Daten abhängen“, erwarten Dekabank-Experten.

/ jkr / mis

FRANKFURT (DPA-AFX)

Fotos: pogonici / Shutterstock.com, Denis Vrublevski / Shutterstock.com

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