Deshalb verliert der Euro weiter an Boden: Der Yen steht unter Druck

Der Euro verliert gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert.

Am Dienstag fiel die Gemeinschaftswährung Euro kurzzeitig unter die Marke von 1,04 US-Dollar. Es kostete über Nacht mindestens 1,0397 US-Dollar und damit so wenig wie im letzten Monat. Am Morgen stieg der Euro leicht auf 1,0420 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Montagnachmittag den Referenzkurs auf 1,0455 US-Dollar festgelegt.

Der starke Dollar übt weiterhin erheblichen Druck auf den Euro aus. Der Greenback profitiert von der Erwartung einer entscheidenden XXX-Zinserhöhung in den USA. Die US-Notenbank wird voraussichtlich am Mittwoch die Zinsen erneut anheben. Ein Schritt von mehr als 0,5 Prozentpunkten gilt als akzeptiert. Immer mehr Analysten erwarten einen noch stärkeren Anstieg um 0,75 Punkte.

Der japanische Yen ist besonders von der Stärke des Dollars betroffen. In Japan bleibt die Notenbank extrem lax. Am Dienstag weitete sie ihre Käufe bestimmter Wertpapiere aus, um die Kapitalmarktzinsen im Zielkorridor zu halten. Die Intervention geht zu Lasten des Yen, der gegenüber dem Dollar schwächer ist als seit fast einem Vierteljahrhundert.

Investoren und Analysten blicken am Dienstag nach Mannheim. Das Forschungsinstitut ZEW veröffentlicht monatlich seinen Konjunkturindikator. Eine leichte Helligkeit wird erwartet, jedoch auf niedrigem Niveau. Der Krieg in der Ukraine lastet weiterhin schwer auf der Stimmung der befragten Finanzexperten.

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FRANKFURT (DPA-AFX)

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