Deutschland und Polen helfen beim Export von Getreide aus der Ukraine

Stand: 09.06.2022 15:27

Deutschland und Polen wollen die Ukraine beim Getreideexport unterstützen. Darüber sprachen Landwirtschaftsminister Özdemir und sein polnischer Amtskollege Kowalczyk. Aber auch sie werden das Problem nicht vollständig lösen.

Von David Zajonz, ARD Studio Warschau

Die Welternährung hängt unter anderem von der Ukraine ab. Trotz des Krieges gelang es den Bauern, Getreide anzubauen. Aber sie können es kaum ins Ausland verkaufen, weil die russische Armee die Seewege blockiert hat.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sprach darüber vor allem mit seinem polnischen Amtskollegen Henryk Kowalczyk. „Die wichtigste Frage war, wie wir die Ukraine beim Getreideexport unterstützen können“, sagt Özdemir. “Polen trägt als direkter Nachbar der Ukraine eine besondere Verantwortung. Wir versuchen, Hilfe anzubieten.”

Deutschland und Polen wollen der Ukraine beim Getreidetransport helfen

Olaf Bock, ARD Warschau, Daily News um 20:00 Uhr, 9. Juni 2022

Export per Bahn und LKW

In wenigen Tagen werde sein ukrainischer Amtskollege Polen besuchen, sagte der polnische Landwirtschaftsminister Kowalczyk. Die polnische Regierung versucht, mehr Exporte von ukrainischem Getreide per Bahn und Lkw durch Polen zu ermöglichen.

Und Özdemir sagte Deutschlands Unterstützung dafür zu: „Wir testen alles, was wir an verfügbaren Fahrzeugen haben, ob Güterwagen oder Lkw, um hier massenhaft zu helfen.“

Nicht die ganze Menge

Ein Krieg hätte dramatische Folgen für die Welternährung, so Özdemir. Es sei ein „zynisches Spiel“ Putins, Hunger zu nutzen, um die Krise zu verschärfen. Die ukrainische Seite möchte, dass jeden Monat 4,5 Millionen Tonnen Getreide durch Polen transportiert werden. In naher Zukunft kann die polnische Regierung jedoch nur etwa ein Drittel von ihnen jeden Monat in ihr Land transportieren.

Auch Cem Özdemir dämpfte die Erwartungen an alternative Routen für den Getreideexport: „All die Anstrengungen, die wir hier unternehmen – und wir müssen sie noch dramatisch intensivieren – werden das Problem nicht lösen, dass wir die Donau überqueren können, wir können sie nutzen“, weil wir es können Wir transportieren die betreffenden Waren nicht auf alternativen Wegen, wir stoßen an unsere logistischen Grenzen.“

Daher ist es laut Özdemir von entscheidender Bedeutung, der Ukraine zu helfen, ihre Souveränität so schnell wie möglich wiederzuerlangen. Dann wäre der Seetransport wieder möglich. In diesem Ziel sind sich Özdemir und sein polnischer Amtskollege einig.

Özdemir in Polen – Hilfe beim Getreideexport aus der Ukraine

David Zajonz, ARD Warschau, 9. Juni 2022 15:41 Uhr

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