Devialet Phantom I 103 dB im Test: Basswunder unter den WLAN-Lautsprechern

Bottom Line Wenn Sie auf der Suche nach einem absoluten Hingucker sind, mit dem Sie zu jeder Musik tanzen können, und Sie das Geld haben, ist Devialets Phantom I 103dB genau das Richtige für Sie. Der Bass stellt alles andere in den Schatten, eignet sich damit aber weniger für audiophilen Musikgenuss. Vorteile

  • Nahezu unbegrenzte Bassleistung
  • Coole Designs
  • Kompaktes Format mit großer Wirkung

Nachteile

  • hoher Preis
  • In der App ist kein Streaming-Dienst implementiert

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  1. Devialet Phantom I 103 dB im Detail
  2. Sound: Joker mit Tiefgang
  3. So steuern Sie den Phantom I 103 dB
  4. Ein weiteres Star-Design
  5. Fazit: Was ist der Devialet Phantom I 103 dB?

Devialet ist bekannt für Luxus-HiFi-Geräte mit einem ganz besonderen Stil. Neben extrem flachen Verstärkern, in denen man sich besinnen kann, hat die französische Marke auch ganz besondere Lautsprecher in petto. Die Form und Farbe der aktiven Lautsprecher der Phantom-Serie erinnert schnell an überdimensionale TicTacs, aber sie sind wirklich hart im Nehmen. Das Devialet Phantom I 103 dB ist das “kleinere” der beiden größeren Modelle der Phantom-Serie:

Devialet Phantom I 103 dB – Schwarz

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Devialet Phantom I 103 dB – Weiß

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Wir haben getestet, was der Luxus-WLAN-Lautsprecher aus Frankreich kann und wie 500 Watt und 103 dB Schalldruck klingen.

Devialet Phantom I 103 dB im Detail

Wenn Sie den Film Per Anhalter durch die Galaxis gesehen haben, erinnert Sie die Form des Lautsprechers vor Ihnen vielleicht an das Raumschiff Heart of Gold. Futuristisch ist ein sehr inflationäres Adjektiv, das leider zu gut zu diesem WLAN-Lautsprecher passt. Der Hochtöner aus Aluminiummembran, geschützt hinter einem raffinierten Gitter, ist mittig auf der Front eingestanzt. Umgeben wird er vom ebenfalls aus Aluminium gefertigten Mitteltöner. Somit bilden die beiden einen koaxialen Controller. Ähnlich wie der Uni-Q-Treiber, der in KEF-Lautsprechern zum Einsatz kommt, soll er dem Ideal einer Punktschallquelle möglichst nahe kommen.

Der Devialet Phantom I 103 dB lockt mit der Anziehungskraft eines UFOs und dürfte Ihr Wohnzimmer zum Beben bringen. Wir haben sie ausprobiert.

Die Tieftöner sitzen auf beiden Seiten und stehen sich gegenüber. Seine Membranen sind ebenfalls aus Leichtmetall und versprechen eine hohe Stabilität bei geringem Gewicht. Die Position der beiden Treiber hat extreme Vorteile: Wenn die Tieftöner ein Signal erhalten, stoßen sie sich ab und ziehen sich dann wieder an. Dadurch wird viel Energie abgebaut, die normalerweise die Box vibrieren lassen würde. Diese Struktur nennt sich Force Cancellation und wir haben sie bereits in Subwoofern wie dem KEF KC62, aber auch in High-End-Lautsprechern wie der KEF Blade Two Meta gefunden. Bei beiden hat die Anordnung zu extrem kontrollierten und tiefen Bässen geführt, sodass auch der Phantom einiges verspricht.

500 Watt Leistung

Trotz der eher bescheidenen Abmessungen von nur 252 x 255 x 342 mm wiegt der Devialet Phantom I 103 dB fast elfeinhalb Kilogramm. Ein Blick ins Innere verrät warum: Große Neodym-Magnete und eine extrem stabile Verstrebung sorgen für Kontrolle, aber auch für jede Menge Masse. Kontrolle ist dringend geboten, denn der Phantom I verspricht Ihnen 500 Watt Leistung. Eine beeindruckende Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass es nicht um die kurzzeitige Spitzenleistung geht, sondern um den RMS-Wert. Also der Wert, den der Lautsprecher kontinuierlich über den gesamten Frequenzbereich abgeben kann.

Die einzigen physischen Schnittstellen am Lautsprecher sind für LAN- und TOSLINK-Kabel. Sie können keine analogen Quellen anschließen.

Daher verwundert es nicht, dass die Rückseite des ovalen WLAN-Lautsprechers von den Kühlrippen der Verstärkereinheit dominiert wird. Unten sind die drei physikalischen Schnittstellen des Lautsprechers aufgeführt: Stromversorgung, LAN und optische Kabel. Alles andere passiert drahtlos. Dafür steht Ihnen Ihr WLAN inklusive AirPlay 2, Spotify Connect und UPnP zur Verfügung. Für eine schnelle Verbindung per Bluetooth kann der Phantom I SBC- und AAC-Codecs verarbeiten. Auf eine hohe Auflösung per Bluetooth in Form von LDAC muss man allerdings verzichten. Das Devialet Phantom I kann 103-dB-Datenströme mit bis zu 96 kHz und 24 Bit verarbeiten.

Kühlrippen dominieren die Rückseite des Phantom I rund um den Stromanschluss.

Sound: Joker mit Tiefgang

Der dritte Satz eines Vivaldi-Violinkonzerts schwebt durch den Raum. Es folgt Joker & the Thief von Wolfmother. Muse steuert das chorische und komplexe Werk Drones bei. Jedes dieser Teststücke kann mit der richtigen Anlage viel Spaß machen, stellt aber auch unterschiedliche Herausforderungen an Ihre HiFi-Anlage. Nein, ein einzelner Lautsprecher wie der Devialet Phantom I 103dB kann nicht die große Klangbühne erzeugen, die für Vivaldis Konzert erforderlich ist. Natürlich sind die vier gemischten Vocals von Muse-Frontmann Matthew Bellamy nicht so stark wie sonst. Kein Wunder, schließlich hat jeder Phantom I nur einen Hoch- und einen Mitteltöner. Eine Aufteilung des Stereosignals in links und rechts, wie es beispielsweise die Sonos Five kann, ist überhaupt nicht möglich.

Der schwarze Hochtöner des Phantom I bildet mit dem ihn umgebenden Mitteltöner einen koaxialen Treiber. Hervorragende Eigenschaften für guten Klang dh.

Klingt das Orchester so, wie Sie es gewohnt sind? nein Hat die Wiedergabe etwas mit HiFi-Tugenden wie Realismus und Musikalität zu tun? nein Macht dir deine Musik immer noch unglaublich viel Spaß? Definitiv Ja! Denn was diesen Lautsprecher von fast allen anderen Lautsprechern unterscheidet, ist sein dominanter, aber stets gut kontrollierter Bassbereich. Klassik-Puristen werden sich wahrscheinlich darüber beschweren, dass das feine Timbre der Geigen vom Druck des Kontrabasses übertönt wird. Wenn Sie jedoch immer dachten, Vivaldi sollte mehr schießen, ist die Phantom I Ihre Kiste.

Hat jemand niedrig gesagt?

Das Auffälligste am Klang des Devialet Phantom I 103 dB ist ohne Zweifel sein Bass. Selbst vollwertige Standlautsprecher haben es schwer, tiefere Bassfundamente sauber und kräftig zu durchdringen. Der Phantom I 103 hingegen kann beides. Dies wird zum Beispiel in James Blakes „Limit To Your Love“ deutlich. So schüchtern der Song auch beginnt, so nah und unerwartet trifft einen der bodenlose Bass nach 52 Sekunden. Während HiFi-Lautsprecher tiefe Frequenzen wiedergeben können, übernimmt irgendwann die Frequenzweiche und filtert das Signal, um die Membranen zu schützen. Die Konstruktion des Devialet Phantom I 103dB hingegen ermöglicht es ihm, Basspower in den Raum zu schicken, die man nicht nur von diesem kleinen Lautsprecher, sondern von jedem Lautsprecher erwarten würde.

Besonders cool ist der Effekt, mit dem der Phantom I die Bässe sichtbar macht. Mit einem unglaublichen Hub vibrieren die beiden Woofer-Treiber auf und ab und lassen die WLAN-Box scheinbar durch ihre Kiemen atmen. Sie können den Devialet Phantom I 103dB Bass also nicht nur hören, sondern auch sehen und hören.

Auf diesem Foto kann man nur erahnen: die Bewegung der Bassregler.

Neben seiner enormen Basspräsenz hat der Phantom I noch weitere gute Eigenschaften. Bei einer solch effektiven Tieftonwiedergabe könnte man vermuten, dass auch andere Bereiche besonders effektiv abgestimmt sind. Dies ist jedoch nicht der Fall. Andrew Stockdales hohe Stimme kann bei Songs wie Joker & the Thief oder Far Away nerven. Beim Devialet Phantom I 103 dB ist dies jedoch nicht der Fall. Stattdessen halten sich die Höhen und Mitten dezent zurück, ohne wichtige Details entgehen zu lassen.

Die Devialet Phantom I 103 dB im Stereo-Pack

Wie es sich für einen anständigen WLAN-Lautsprecher gehört, können Sie zwei der Devialet Phantom I 103dB zu einem drahtlosen Stereopaar koppeln. Die Wirkung ist erstaunlich. Plötzlich nimmt das, was vor Ihnen passiert, Tiefe und Breite an. Während das Lautsprecherpaar in Sachen Räumlichkeit und Bühnenbild nicht mit der KEF LS50 Wireless II mithalten kann, unterscheiden sich die Instrumente im Vivaldi Double Concerto merklich.

Als Stereo-Partner macht der Devialet Phantom I 103dB noch mehr Spaß, kostet aber auch doppelt so viel.

Und was ist mit den vier Bellamys in Drohnen? Nun, plötzlich sind sie da. Und sie können mehr oder weniger voneinander getrennt sein. Der Fokus liegt zur Abwechslung auf dem letzten Akkord des Stückes. Nur für diesen letzten Akkord hat Muse zufällig eine Orgel verwendet, deren massive, tiefe Töne auf den meisten Systemen leider nicht sinnvoll genug klingen. Mit dem Devialet Phantom I 103 dB erreicht das Instrument die Durchsetzungskraft, die es verdient.

So steuern Sie den Phantom I 103 dB

Um den Devialet Phantom I 103 dB steuern zu können, gibt es eine rudimentäre und globale Option. Zum einen die mitgelieferte Fernbedienung, zum anderen die dazugehörige App, die Sie kostenlos für iOS und Android herunterladen können. Für die Erstinbetriebnahme und Einbindung in Ihr Heimnetzwerk ist die App zwingend erforderlich. Außerdem können Sie von hier aus …

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