Die Bäckerei Kloser wird bankrott erklärt

30.05.2022 15:15 (30.05.2022 15:37)

Anscheinend aufgrund der fehlenden Hilfe von Covid © VOL.AT / Mayer

Die Vorarlberger “Kloser’s Bäckerei GmbH” mit 17 Filialen hat am Montag beim Landgericht Feldkirch Insolvenz angemeldet.

Als Grund wurde Covids fehlende Hilfe genannt. Laut KSV von 1870 ist dem Unternehmen mit einer Verbindlichkeit von 2,1 Millionen Euro die Liquidität ausgegangen. Laut Eröffnungsantrag sind 89 Mitarbeiter betroffen.

Während der Pandemie wurden Entschädigungen für die Sperrung von Verkäufen und Entschädigungen für Verluste gefordert. Diese beiden Unterstützungsmaßnahmen seien bisher nicht bezahlt worden, sagte er. „Da die vorhandene Liquidität bereits erschöpft ist, musste der Insolvenzantrag gestellt werden“, hieß es in der KSV-Sendung. Über eine Nachfolgeregelung wird nun in Absprache mit dem Insolvenzverwalter entschieden. Gläubigerforderungen können bis zum 21. Juli angemeldet werden. Die Prüfungs- und Berichtssitzung findet am 4. August im Landesgericht Feldkirch statt.

17 Filialen

Kloser’s wurde 1836 vom Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers Thomas Kloser in Bregenz gegründet und firmiert seit Generationen unter wechselnden Namen, seit 1987 als “Kloser’s Bäckerei GmbH”. Das Unternehmen betreibt derzeit 17 Filialen in Bregenz, Lauterach, Kennelbach, Langen und Dornbirn. Laut Alpenverein der Gläubiger beliefert “Kloser’s” auch zahlreiche Kunden aus der Gastronomie und Hotellerie mit Schwerpunkt im Vorarlberger Unterland. Die Gehälter wurden bis einschließlich April 2022 gezahlt, sagte er.

dachte weiter

Laut Wirtschaftspresseagentur.com strebt CEO Thomas Kloser eine Fortsetzung an. Nur für den Aufbau des Geschäfts wäre kein Insolvenzverfahren nötig gewesen, das Problem sei die fehlende Hilfe Covid. Um es zu erschweren, hat das Unternehmen neben Bäckerei, Gastronomie, Handel und Trafik vier Gewerbe angemeldet. Allerdings könnten Supportanfragen nur für einen Trade gestellt werden, so Kloser.

Covid-Anfragen

Schon länger gebe es Beschwerden, dass die Bearbeitung von Covid-Hilfsanträgen zu lange dauere, so Armin Immler, Geschäftsführer der Sparte Handel und Handwerk der Wirtschaftskammer Vorarlberg, in der APA. „Das grundlegende Problem ist, dass die Leute den Arbeitgebern misstrauen, anstatt den Informationen zunächst zu glauben“, sagte er. Die sehr genaue Prüfung in der Bearbeitungsstelle führte zu einer langen Warteschlange und damit zu einer Verschlechterung der finanziellen Situation. Ein weiteres Problem ist, dass es keine fallspezifischen Ansprechpartner gibt, sondern nur eine allgemeine Hotline.

Beschwerden von WKV-Geschäftsleuten hielten sich diesbezüglich noch in Grenzen, die meisten sprachen zunächst mit der Hausbank. Sollte es zu weiteren Verzögerungen bei Covids Hilfen kommen, sei zu befürchten, dass noch mehr Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten, sagt Immler. Unternehmen im Restaurant- und Tourismussektor haben stark unter den Beschränkungen gelitten. Hinzu kämen nun steigende Energie- und Grundnahrungsmittelpreise.

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