Die Bundesregierung prüft das Vorgehen gegen die Pocken

Abklärungen zur Verfügbarkeit und Beschaffung eines Impfstoffs seien im Gange, sagte BAG-Vizedirektorin Linda Nartey gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF. Es gibt keinen spezifischen Pockenimpfstoff, aber die Bevölkerung wird durch Pockenimpfstoffe der ersten und zweiten Generation geschützt. Diese wurden in der Schweiz im Rahmen eines Ausrottungsprogramms bis zum letzten bekannten Pockenfall 1972 verabreicht.

Nartey sagte, dass Menschen, die zuvor mit dem Pockenimpfstoff geimpft worden waren, auch „wahrscheinlich eine gewisse Immunität“ gegen das Affenpockenvirus haben würden. “Ich kann nicht sagen, wie gut diese Immunität im Moment ist.”

Für die Pockenimpfung bei Erwachsenen wurde in Europa ein Pockenimpfstoff der dritten Generation zugelassen, der auch vor Affenpocken schützt. Dieser Impfstoff ist jedoch laut BAG in der Schweiz weder erhältlich noch zugelassen.

Belgien schickt mit Affenpocken infizierte Menschen in Quarantäne

Belgien hat für Menschen, die an Affenpocken erkrankt sind, eine Quarantäne von bis zu 21 Tagen angeordnet. Der vierte Fall wurde laut The Brussels Times bereits im Land bestätigt. Kontaktpersonen sind von der Quarantäne ausgenommen.

Belgische Behörden vermuten, dass sich bei einem Fetisch-Festival mit rund 80.000 Besuchern viele Menschen infiziert haben könnten.

Belgien hat für Menschen, die an Affenpocken erkrankt sind, eine Quarantäne von bis zu 21 Tagen angeordnet. Der vierte Fall wurde laut The Brussels Times bereits im Land bestätigt. Kontaktpersonen sind von der Quarantäne ausgenommen.

Belgische Behörden vermuten, dass sich bei einem Fetisch-Festival mit rund 80.000 Besuchern viele Menschen infiziert haben könnten.

Weniger übertragbar als das Coronavirus

Im Moment gebe es für die Bevölkerung keinen Grund zur Sorge, sagte Nartey. Es gibt keine Hinweise darauf, dass den Pocken des Affen eine neue Pandemie bevorsteht. “Nach dem, was über das Virus bekannt ist, ist davon auszugehen, dass es weniger übertragbar ist als das Kronenvirus.” Laut Experten ist für die Übertragung von Affenpocken ein enger Kontakt notwendig.

Die wachsende Zahl von Affenpocken-Infektionen in Europa und Nordamerika hatte zuletzt Regierungen und Experten alarmiert. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bis Samstag mehr als 90 Infektionen in Ländern bestätigt, in denen das ursprünglich aus West- und Zentralafrika stammende Virus normalerweise nicht vorkommt.

Bisher eine Infektion in der Schweiz

In der Schweiz wurde am Samstag ein bestätigter Fall gemeldet. Laut Gesundheitsbehörden handelt es sich um einen Mann mittleren Alters aus dem Kanton Bern mit leichten Symptomen. Wahrscheinlich hat er sich in anderen europäischen Ländern angesteckt und dann über Fieber, Unwohlsein und Blasen auf der Haut geklagt. Er war der letzte, der in seinem Haus isoliert wurde.

Der Kanton Bern hat mit der Kontaktverfolgung begonnen, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Bisher sei kein weiterer Verdachtsfall gemeldet worden, sagte die Berner Kantonsärztin Barbara Grützmacher am Sonntag dem Online-“Tages-Anzeiger”. „Wir haben alle Kontaktpersonen kontaktiert, von denen keiner gesagt hat, sie hätten irgendwelche Symptome.“ (SDA)

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