Die EU kämpfe für eine “Koalition williger Menschen” zur Aufnahme von Flüchtlingen

„Deutschland ist da“ im Ausland

Die EU kämpfe für eine “Koalition williger Menschen” zur Aufnahme von Flüchtlingen

Stand: 11:00 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Innenministerin Nancy Faeser

Ausgabe: Getty Images / Sean Gallup

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Seit Jahren gibt es Streit um die Aufnahme von Flüchtlingen in der EU, nun will Frankreich eine “Koalition der Freiwilligen” schmieden. „Deutschland ist auf jeden Fall dabei“, sagte Innenministerin Nancy Faeser (SPD).

Nach jahrelangem Streit um die Aufnahme von Flüchtlingen will Frankreich mit deutscher Hilfe eine “Koalition der Freiwilligen” schmieden: Beim Treffen der EU-Innenminister am Freitag in Luxemburg will die französische Ratspräsidentschaft eine Einigung über die freiwillige Umverteilung erzielen von Flüchtlingen, die hauptsächlich über das Mittelmeer nach Europa kamen. „Deutschland ist auf jeden Fall dabei“, sagte Innenministerin Nancy Faeser (SPD). Österreich mahnte hingegen, dass kein „falsches Signal“ an Menschenhändler gesendet werden dürfe.

Frankreich hat den Innenministern eine sechsseitige Erklärung für einen “freiwilligen Solidaritätsmechanismus” vorgelegt. Die Grundidee ist, dass diejenigen zahlen sollen, die Migranten aus besonders belasteten Ländern wie Italien oder Griechenland nicht aufnehmen. Seit der Flüchtlingskrise 2015 weigern sich beispielsweise Polen, Ungarn und andere EU-Staaten, Menschen aus Syrien oder dem Irak aufzunehmen. Doch nun verweist Polen auf die rund drei Millionen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine.

Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin zeigte sich jedoch optimistisch in Bezug auf einen Durchbruch: „Eine große Mehrheit der Länder hat sich sehr positiv über diese Solidarität geäußert, und mehr als zehn Länder sind offen für eine Umverteilung“, sagte er in Luxemburg. Ein Deal in der Pattsituation wäre nach seinen Worten „eine kleine Revolution“.

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EU-Innenkommissarin Ylva Johansson ist vorsichtiger: „Heute ist eine Einigung in Reichweite, aber wir haben unser Ziel noch nicht erreicht“, sagte sie. Faeser sagte, wenn 10 bis 12 Länder bereit wären, Flüchtlinge aus Mittelmeerländern aufzunehmen, „wäre das ein echter Erfolg“.

Widerstand Österreichs

Widerstand gegen Umverteilungspläne kam aus Österreich: Österreichs Innenminister Gerhard Karner äußerte sich “sehr skeptisch, sogar ablehnend”. Wichtig sei aber “ein starker und funktionierender Außengrenzschutz”. Auch die Niederlande wollen laut Diplomaten nicht mitmachen.

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Der ebenfalls für Einwanderung zuständige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn forderte die EU-Staaten zu einer Einigung auf: „Wenn wir Millionen von Menschen in der Europäischen Union in der Ukraine unterbringen können, müssen wir auch mehrere Tausend Menschen beherbergen sind nicht aus der Ukraine”, sagte er.

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