24. Juni 2022
Andreas Fill (Mitte) mit Produktionsleiter Günter Redhammer (rechts) und Vertriebsleiter Martin Reiter am Firmensitz von Fill in Gurten. Dann füllen Sie das „Lab of the Future“ aus. © VOLKSBLATT / Leitner
Das Maschinenbauunternehmen Fill erweitert seinen Hauptsitz in Gurten. 2024 werden 25 Millionen Euro in einen Neubau mit Logistik-, Büro-, Park- und Freizeitflächen investiert.
Insgesamt 30 Millionen sollen laut Firmenchef Andreas Fill „in den nächsten drei bis vier Jahren“ in die Weiterentwicklung des Standorts fließen. Grund für die Erweiterung ist die starke Expansion des Unternehmens: Die Auftragsbücher sind voll und die Produktion läuft auf Hochtouren, „obwohl wir aktuell lange Wartezeiten auf Steuerungskomponenten haben“, sagt Produktionsleiter Günter Redhammer.
Aber die Kunden würden es akzeptieren. Laut Fill soll der Umsatz in diesem Jahr auf 200 Millionen Euro steigen, nach 180 Millionen Euro im Jahr 2021.
Der Hype um E-Autos treibt den Absatz weiter an
Durch den Hype um E-Autos wächst das Unternehmen vor allem im Automotive-Bereich rasant. Rund 70 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet Son mit Kunden wie BMW, Audi, Mercedes und Porsche. Son baut für die BMW Group Maschinen zur Fertigung von Elektromotorengehäusen. Rund 95 Prozent aller Elektro-Gruppengehäuse im Münchner Konzern werden mit Fill-Maschinen gefertigt.
Auch der Geschäftsbereich Skiproduktionsmaschinen läuft überraschend gut, wie Vertriebsleiter Martin Reiter sagt: „Vor 2020 war dieser Bereich wie der Tod; seitdem erleben wir einen Boom, den wir selbst kaum finden. was neue Produktionsmaschinen erfordert. Nach eigenen Angaben hat Son im Bereich der Skiproduktionsmaschinen einen Weltmarktanteil von 98-99 Prozent, ist also quasi einzigartig.
Sohn: „Es gibt keinen großen Skihersteller, der nicht auf unseren Maschinen produziert.“ Aufgrund der Spezialisierung ist Fill immer auf der Suche nach Mitarbeitern – derzeit sind es 43 Mitarbeiter, darunter 20 Softwaretechniker – die das Unternehmen sofort einstellen würde. . Sohn: „Der Kampf um Fachkräfte ist in vollem Gange, aber wir gehen einen anderen Weg.“
Eigene Kneipe und eigener Friseur für Mitarbeiter
Neben zusätzlichen Services (u. a. bekommt der Power Cube künftig eine eigene Kneipe und sogar einen Friseur) und Prämien für die 954 Mitarbeiter setzt Son auf sein „Future Lab“, mit dem potenzielle zukünftige Mitarbeiter gefördert werden sollen . schon als Kind ins Unternehmen einsteigen.
In seinem Gebäudeteil bietet Fill seit zwei Jahren unter der Leitung von Fachpädagogen einen spielerischen Einstieg in die digitale Welt der Technik für Kinder vom Kindergarten bis zum neuen Gymnasium an. In den Sommercamps und Workshops vertiefen sich Kinder und Lehrer in Themen rund um Forschung, Innovation und Technologie sowie das Unternehmen selbst.
Den Jugendlichen stehen acht Wissenslabore zur Verfügung. 173 Workshops wurden bereits mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Eine kleine Technologiewelt auf 140 Quadratmetern, auf die Son stolz ist: „Die Hauptkunden der europäischen Industrie haben mir bestätigt, dass sie so etwas noch nie gesehen haben, nirgendwo auf der Welt.“
Von Karl Leitner