1.07.2022 17:23 (Akt. 1.07.2022 17:23)
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Derzeit füllen sich die Gasspeicher in Österreich nicht so schnell wie erwartet.
Wie das zuständige Klimaministerium Leonore Gewessler (Grüne) am Freitag mitteilte, ist die Einlagerung in österreichischen Speicheranlagen seit Dienstag dieser Woche „deutlich zurückgegangen“. Eine Lagebeurteilung durch die Bundesregierung kündigte er für kommenden Dienstag an. Grund für die niedrigen Einspeiseraten sind nach ersten Analysen die hohen Gasexporte aus Österreich nach Italien.
Wohnungen haben höchste Priorität
„Die Lage ist ernst. Es ist wichtig, dass wir die Ursachen sorgfältig analysieren. Am Dienstag wird die Bundesregierung über mögliche weitere Schritte entscheiden. Höchste Priorität hat immer die sichere Versorgung von Wohnungen und sozialen Einrichtungen“, hieß es in der schriftlichen Stellungnahme von Gewessler am Freitag. .
Frühwarnung ausgerufen
Österreich hat am 30. März die Frühwarnstufe, die erste Stufe des dreistufigen Gas-Notfallplans, ausgerufen. Deutschland gab die Warnung letzte Woche bekannt, nachdem der russische Staatskonzern Gazprom Mitte Juni die Lieferungen nach Europa, unter anderem über Nord Stream 1, eingestellt hatte.
Alarmstufe möglich
Die für Energiefragen zuständige Gewessler-Abteilung teilte am Freitag mit, die Frühwarnstufe sei mit einer „umfassenden Notfallvorsorge und engmaschigen Überwachung der Gasversorgung“ verbunden. Ziel der Regierung ist es, die Speicher zu Beginn der Heizsaison zu 80 Prozent zu füllen. „Sollte dieses Ziel gefährdet sein, wird auch in Österreich die Alarmstufe ausgerufen“, teilte das Ministerium mit.