Die geleakten Daten stammten vermutlich von dem Kärntner Hackerangriff

06.07.2022 14:46 (06.07.2022 14:46)

Hacker hatten am 24. Mai Daten zum Land Kärnten verschlüsselt © APA/AFP

Nach der Veröffentlichung von Hackerangriffen auf die Kärntner Landesverwaltung im Internet am Freitag wurde am Dienstag die Echtheit der Daten bestätigt. „Wir gehen davon aus, dass die veröffentlichten Daten mit den Landesangaben übereinstimmen“, sagte Landessprecher Gerd Kurath auf Anfrage der APA. Die Homepage des Landes Kärnten ist weiterhin offline. Wann die Seite wieder verfügbar sein wird, war laut Kurath unklar.

Betroffen war auch das Schulverwaltungsprogramm des Landes, das vor allem für die Ausstellung von Zeugnissen benötigt wird. Kärntens Bildungsdirektorin Isabella Penz sagte, das Programm sei seit zwei Wochen nicht mehr verfügbar gewesen. Seitdem können die Noten von rund 33.000 Schülern in der Pflichtschule nicht eingeführt oder aktualisiert werden. Penz ging davon aus, dass die fachliche Ausstellung der Zeugnisse am Ende der Schule wieder möglich sein wird: „Alle Schüler bekommen ein Zeugnis.“ In dringenden Fällen würden die Bescheinigungen handschriftlich ausgestellt.

Der Hackerangriff war vor zwei Wochen bekannt geworden. Betroffen waren die Landesverwaltung, die Bezirkshauptmannschaften, der Rechnungshof und das Verwaltungsgericht. Dann wurde das Computersystem heruntergefahren und dann langsam neu gestartet. Wenig später forderte die Hackergruppe „Black Cat“ ein Lösegeld von mehr als fünf Millionen Dollar in Bitcoins. Nachdem am Freitag Fotos von Pässen und anderen sensiblen Dokumenten veröffentlicht worden waren, wurde mit der Veröffentlichung weiterer Daten gedroht. Ob diese Bedrohung tatsächlich von Hackern ausgeht, ist derzeit unklar. Weitere Überlastungsangriffe konnten verhindert werden, das Land Kärnten will die geforderte Summe noch nicht zahlen.

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