Die Gewerkschaften brechen die Strompreisbremse der Regierung

Die Ankündigung der Regierung, den Strompreis einzufrieren, sorgte bei den Gewerkschaften für Ärger. Endlich wollen sie die Aktien von Nehammer & Co.

Beim sommerlichen Ministerrat im idyllischen Dörfchen Mauerbach im Wienerwald hat die Bundesregierung die nächste Maßnahme gegen den rasanten Preisanstieg angekündigt. Bei einer Strompreisbremse nach dem Vorbild von WIFIO-Chef Gabriel Felbermayr müssen Haushalte eine bestimmte Strommenge in Höhe der Grundversorgung subventioniert werden. Das wie, wann, was und generell alle Details sind noch ungewiss, sollen im Sommer ausgearbeitet und das Paket im Herbst gefestigt werden. Jetzt muss die Regierung also Gas geben, damit sie in ein paar Wochen tatsächlich bremsen kann.

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Gewerkschaften zerstören die Regierung

“Nicht viel, abgesehen von den Ausgaben”, donnerte ÖGB-Obmann Wolfgang Katzian in seiner ersten Reaktion auf die türkisfarbene Ankündigung: “Wie viele andere hierzulande frage ich mich: Was gibt es sonst noch zu raten? Die Menschen brauchen jetzt Entlastung und vielleicht auch nicht in.” ein paar Monate.”

Der Österreichische Gewerkschaftsbund hatte bereits ein ähnliches Modell entwickelt, das eine Begrenzung der Energiepreise für den Grundbedarf der Haushalte vorsah. „Sie zahlen also einen regulierten, niedrigeren Preis für eine bestimmte Energiemenge, die Sie zum Kochen, für eine heiße Dusche oder zum Wäschewaschen benötigen. Jeder, der auch Strom und Gas verwendet, um beispielsweise das Schwimmbad oder den Fernseher nachts zu heizen.“ Sie zahlen den normalen, höheren Marktpreis für diesen Mehrverbrauch”, heißt es auf der eigenen Website.

“Völlig inakzeptabel!”

Dieses Modell liege bereits auf dem Tisch und sei schnell und unbürokratisch umsetzbar, kritisiert Katzian weiter. Dadurch würde Gas auch für alle Haushalte billiger, und die Finanzierung soll durch die Besteuerung der überschüssigen Gewinne der Energiekonzerne erfolgen.

Zudem drängt der ÖGB seit langem darauf, dass die österreichische Bundesregierung endlich auf EU-Ebene eine Reform der Verdienstordnung anstrebt, die den Strompreis von den stark steigenden Gaspreisen entkoppeln würde. Dadurch würden die Strompreise sinken. Katzian an die Regierung: „Aber wir vermissen jegliches Engagement in diese Richtung. Das ist völlig inakzeptabel.“

Der Präsident des ÖGB, Wolfgang Katzian. Dateibild HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

“Beobachtungszeit ist vorbei”

Auch der ÖGB fordert eine Preiskommission, die direkt in die Preisgestaltung eingreifen kann, statt nur zu beobachten. Denn es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Unternehmen die Preise weit stärker anheben, als es durch steigende (Energie-)Kosten gerechtfertigt wäre.

„Es muss auch dem letzten Menschen klar sein: Die Zeit des Zuschauens ist vorbei. Unternehmen steigern ihre Profite auf Kosten der Menschen. Wie viele Inflationsrekorde müssen wir noch abwarten, bis die Regierung endlich handelt. Wir brauchen einen.“ Preiskommission mit Zähnen, um das zu verhindern”, schließt Katzian.

GPA: Vielen droht im Herbst der Ruin

Kritik kommt auch von der Gewerkschaft GPA. Bundespräsidentin Barbara Teiber zeigte sich in einer Stellungnahme „überrascht“, dass die angekündigte Preisbremse nur für Strom gelte. „Rund 900.000 Haushalte in Österreich werden mit Gas beheizt. Hier ist noch vor dem Herbst eine große Entlastung nötig. Eine Strompreisobergrenze reicht bei weitem nicht aus!“

Gewerkschaftsvorsitzender: „Verzweifelte Mitglieder, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld anfangen sollen, melden sich bereits täglich bei uns. Sie schicken uns unter anderem Rechnungen für Energienachzahlungen, die sich auf einen Monatsumsatz summieren. Die Regierung muss früher handeln. Herbst Gaspreis für Viele bedeutet Ruin!”

Teiber fragt die Bundesregierung: „Was dauert so lange? Es ist Zeit, dass die Regierung endlich handelt! Die Strompreisobergrenze muss umgesetzt und eine Gaspreisobergrenze hinzugefügt werden. Sonst müssen sich die Österreicher im Herbst mit kalten Wohnungen begnügen.“ oder leere Brieftaschen.”

Nav-Account rcp Time27.07.2022, 21:31| Veranstaltung: 27.07.2022, 21:31

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