Die Greiner Familiengruppe bekommt das dritte Brett

Manfred Stanek wird die Sparten des Kunststoff- und Schaumstoffherstellers Greiner strategisch weiterentwickeln.

Der oberösterreichische Schaumstoff- und Kunststoffhersteller Greiner schafft mit 1. Jänner 2023 ein drittes Vorstandsressort. Manfred Stanek, bisher General Manager der Verpackungssparte, wird Chief Operating Officer (COO) der Greiner AG. Der Vorstand werde nun aus Vorstandsvorsitzendem Axel Kühner (CEO), Finanzvorstand Hannes Moser und Stanek bestehen, teilte der Konzern am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.

In der Neveon-Schaumstoffgruppe wird Jürgen Kleinrath gemeinsam mit Kühner alleiniger CEO des bisherigen kommissarischen Co-Geschäftsführers. „Wir haben wichtige Weichen für die Zukunft von Greiner gestellt“, sagte Kühner. Schwerpunkte der neuen Vorstandsposition von Stanek sind die strategische Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche Greiner Packaging, Neven und Greiner Bio-One. Stanek wird auch die Leistung der drei operativen Geschäftsbereiche überwachen und für die IT und den strategischen Einkauf von Greiner verantwortlich sein.

Der 53-jährige Wiener ist seit 2016 CEO von Greiner Packaging und war zuvor mehr als 25 Jahre in internationalen Führungspositionen (u.a. in den USA und Brasilien) mit den Schwerpunkten Vertrieb, Marketing und strategische Geschäftsentwicklung tätig. Wer Stanek Anfang nächsten Jahres als Leiter des Geschäftsbereichs Greiner Packaging nachfolgen wird, ist noch nicht entschieden.

Zum 1. Juli 2022 übernahm Kleinrath – ehemals kaufmännischer Leiter – die alleinige Führung der Schaumstoffgruppe, die er seit Mitte März gemeinsam mit Kühner innehatte. Der 49-Jährige ist seit 2019 Geschäftsführer des Schaumstoffunternehmens Eurofoam, das 2020 vollständig von Greiner übernommen wurde Chemikalien.

Greiner mit Sitz in Kremsmünster (Kreis Kirchdorf) produziert Schaumstoffe und verarbeitet Kunststoffe für die Verpackungs-, Möbel-, Sport- und Automobilindustrie, die Medizintechnik und die Pharmabranche. 2021 erwirtschaftete Greiner einen Umsatz von 2,27 Milliarden Euro und beschäftigte mehr als 11.000 Mitarbeiter an 129 Standorten in 33 Ländern.

(APA)

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