Die Killer in Wien: Breitbandprogramm mit Schlagglocken

Dass The Killers of Las Vegas, die seit fast zehn Jahren nicht mehr in Österreich waren, nach so vielen Jahren immer noch Stadien und Mehrzweckhallen auf der ganzen Welt füllen, liegt vor allem an ihrem Talent für eingängige Melodien: sie alle. von seinen bisher veröffentlichten Alben, sieben an der Zahl, enthalten mindestens zwei Hits. Sie sagen “Mr. Brightside”, “Human”, “All These Things That I’ve Doe”, “Smile Like You Mean It”, “Somebody Told Me”, “When You Were Young” und “My Own Soul’s Warning” . „. All diese Songs stehen auch am Dienstagabend auf dem Programm.

Los geht es mit „My Own Soul’s Warning“, das gleich den Ton angibt: immer auf Hochtouren. Auf einer breiten Wand aus Gitarren und Synthesizern treibt er Bass und Schlagzeug ordentlich nach vorne. Wer Details unterscheiden will, wird scheitern. Dann schauen Sie sich besser das schwebende Konfetti rund um das Rathaus an. Das ist alles was man braucht, um das Publikum an seiner Seite zu haben. Schau, wie schön …

Gefühle im Hoserl

„Wien, wir leben“, sagt Brandon Flowers, der aussieht wie eine Mischung aus Immobilienmakler, Ken (Barbie’s) und Rockabilly, dessen ausgestellte Hosen im Schritt unverschämt eng sind. Dieses Elvis-Hoserl schränkt die Bewegungsfreiheit von Flowers in keiner Weise ein. Sie springt fröhlich, fungiert als Lead-Tänzerin und Stimmungsmacherin. Versuchen Sie auch, gegen den Klangbrei zu singen, der von der Bühne explodiert.

Das sind die großen Themen, mit denen The Killers in ihren Songs umgehen; aufgeblähte Geschichten zu einem großen Drama, in dem es um Liebe, Leiden und Lügen geht. Aber am Ende wird alles gut: Die Lage ist verzweifelt, aber nicht ernst.

Zwei Stunden lang nähren The Killers mit der Rockhymne des Stadions die unstillbare Sehnsucht nach großen Sensationen. Es gibt Applaus, Schunkeln: Die halbe Wiener Stadthalle umarmt sich, Speichel und Viren werden ausgetauscht, Hände in die Luft gestreckt. Ja! Natürlich darf bei diesem Spaß auch das Smartphone nicht fehlen. Es wird gefilmt und fotografiert: Auch die Daheimgebliebenen sollen profitieren.

Fast keine Kante

Nach den ersten 30 Minuten auf der Überholspur verlangsamt sich das Tempo mit der Ballade „Shot At The Night“. Das gute Hintergrundherz ist endlich erreicht. Atmen Sie tief durch, bevor Sie bei „Human“ und „Somebody Told Me“ erneut aufs Gaspedal treten. Das sehr gute „Fire in Bone“, das nach Talking Heads klingt, geht leider komplett daneben. Eine einzige Konstruktion von zögerlichem Klang, ohne Ecken und Kanten.

Besser als das Cover von Joy Divisions „Shadowplay“ und „Runaway Horses“ von seinem letzten Album (2021) „Pressure Machine“, in dem Brandon Flowers Bruce Springsteen eine kleine amerikanische Stadt voller Seelen und Träume zerstört. Die Band tritt einen Schritt zurück und startet nicht das übliche Breitbandprogramm. Es folgt eine gute Phase des Abends: „Runaways“, „Read My Mind“ und „Caution“, wo es dann feurige Funken auf die Bühne regnet. Damit ist die Pflicht erfüllt. Zur späteren Kür werden „Spaceman“ und zum Schluss natürlich der Hit „Mr. Brightside“ serviert. Die Ohren brennen, der Tinnitus pfeift. Die meisten Menschen verlassen zufrieden und glücklich das Rathaus, auch wenn der Lärm schon eingedrungen ist. Walze für zwei Stunden.Alle zehn Sie können es jahrelang halten.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *