Die Mutter erhält aufgrund der Knieoperation keinen Energiebonus

Eine Wienerin betrachtete sich mit den Fingern, als es um den Zuschuss zu den Energiekosten ging, weil sie wegen einer Knieoperation krankgeschrieben war.

Die Strompreise schießen weiter in die Höhe. Mit einem pauschalen Energiekostenzuschuss will die Stadt Wien den besonders Betroffenen helfen. Begünstigte sind die Begünstigten der Mindestsicherung, der Mindestrente, des Arbeitslosengeldes und der Wohngeldempfänger. Doch der Bonus in Höhe von 200 Euro landet nicht auf dem Konto aller Arbeitslosen.

Obwohl Nadine F. seit Ende ihrer Karenz im Oktober 2021 beim AMS eingeschrieben ist, bleibt ihr der Zuschuss zu den Energiekosten verwehrt. Der Grund: Die Wienerin ist seit Februar 2022 krankgeschrieben und damit aus dem Kreis der Anspruchsberechtigten ausgeschlossen.

„Im Februar verschlimmerten sich meine Knieprobleme wieder, also nahm ich einen Tiefpunkt. Bei einem MRT-Termin wurde kontrolliert, dass mein Meniskus gebrochen ist, ich eine Patellafehlstellung und Knorpelschäden habe.“

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In einem Interview mit „Heute“ berichtete die 34-jährige Mutter frustriert: „Im Februar wurden meine Knieprobleme wieder schlimmer, also habe ich mich krankschreiben lassen. Es wurde ein Termin bei MR gefunden. dass mein Meniskus gebrochen war, ich habe einen Fehlstellung der Kniescheibe und Schädigung des Knorpels. Außerdem wurde eine etwa fünf Zentimeter große Zyste gefunden.“

Auch nach einigen Besuchen in der Orthopädie und insgesamt sieben Kortisonspritzen trat bei der Wienerin keine Besserung der Sehkraft ein. „Nach fünf Monaten Wartezeit haben sie mich im Juni endlich operiert. Sie haben mir eine kniestabilisierende Schiene angelegt, die ich bis etwa Ende Juli tragen muss. Dann kommt die Physiotherapie, die auch noch etwas dauern wird.“

“Ich denke, das ist eine bodenlose Frechheit”

Als die Wienerin den Mangel an Bargeld auf ihrem Konto bemerkte, wandte sie sich an die Wiener Stadtverwaltung. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass die Wiener Energiekostenpauschale den gesetzlichen Bestimmungen des Wiener Energieförderungsgesetzes unterliege und daher im Einzelfall nicht geholfen werden könne.

„Er hatte eine Nachzahlung von fast 500 Euro“

Für den 34-Jährigen war die Antwort ein Schlag ins Gesicht. „Das halte ich für eine Frechheit ohne Boden. Auch unsere Stromkosten sind gestiegen. Bis 2021 hatten wir eine Nachzahlung von knapp 500 Euro. Die Betriebskostenabrechnung kommt erst im Juli, da wird noch einiges zu zahlen sein.“ die Situation ist gerade mehr als angespannt. Die Einkäufe und alles was sonst so rauskommt werden mit meinem Krankengeld bezahlt, was natürlich fast nicht für den ganzen Monat reicht finde, dass das Verhalten unserer Stadtführung in Sachen Energiekostenpauschale dreist ist“, ärgert sich Nadine F..

Österreichischer Strompreisindex August 2022. Energieagentur

Kein Bonus für Krankengeldempfänger

Auch Reinhard H. ist verärgert: Auch er hat die Kostenpauschale für Wiener Energie nicht erhalten. „Ich habe Arbeitslosengeld bezogen, bin aber seit Mitte September 2021 beurlaubt. An meinem Einkommen hat sich nichts geändert, nur dass die auszahlende Stelle nicht mehr das AMS ist, sondern die Krankenkasse. Wiens Energiekosten a pauschal, Erkrankte, die sich auf den Monat April beziehen und daher nicht beim AMS gemeldet waren, wurden ausgeschlossen, waren aber immer Bestandteil der Bundeszulagen“, sagte der 45-Jährige im „Heute“-Interview.

In einer „Heute“-Anfrage bestätigt eine MA40-Sprecherin: „Krankengeldbezieher haben keinen Anspruch auf den Zuschuss. Personen, die das Mindesteinkommen, die Mindestrente, das Arbeitslosengeld oder Wohngeld beziehen.“ Das hat der Gemeinderat beschlossen .”

Nav-Account am 09.07.2022, 06:55 | Akt: 09.07.2022, 06:55

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