Ein innovatives und modulares Software-Ökosystem steht im Mittelpunkt der Neuheiten, die Emag auf der Messe für Lasermaterialbearbeitung zeigt.
Denken Sie an die Benutzerfreundlichkeit von Smartphones: Die neue Human Machine EDNA-Schnittstelle bedeutet eine einfachere Programmierung. (Bild: Emag)
Die Produktionslösungen der Zukunft sind flexibel, vernetzt und benötigen wenig Platz. Diese Prämisse erklärt die Entwicklung einer ganzen Reihe neuer Maschinen und Technologien bei Emag LaserTec in den letzten Jahren. Im Fokus stehen die Technologien Laserschweißen, Laserreinigen, Laserbeschichten und Laserhärten, die alle auch thematisch in der Präsentation des Unternehmens auf der LASYS-Messe stehen.
Genauigkeit liegt in der Flexibilität
Platzsparend: Die vertikale Laserschweißmaschine benötigt eine Aufstellfläche von 4,3 Quadratmetern. (Bild: Emag)
Ein Highlight ist die Laserschweißmaschine ELC 1200 V, das erste Beispiel einer neuen Maschinenplattform, bei der Präzision auf Flexibilität trifft. Dies gilt zunächst für Bewegungen innerhalb der Maschine, bei der alle Achsen NC-gesteuert sind. Es hat eine X- und Z-Achse für die Bewegung der Laseroptik und eine B-Achse für ihre Drehung. Hinzu kommt eine C-Achse zum Drehen des Werkstücks, das bei der ELC 1200 V bis zu 1200 Millimeter lang sein kann. Dieser Ansatz eröffnet leistungsstarke Möglichkeiten für eine denkbar große Teilefamilie, weil sich die Optik sehr frei bewegen kann. Auch die Interpolation von Achsbewegungen (auch C-Achse mit Komponente) ist möglich. Gleichzeitig kann die Maschine bis ins kleinste Detail den Kundenwünschen angepasst werden. Die Maschine kann mit einem Riemen verbunden oder als Standalone-Lösung verwendet werden. Außerdem verfügt er beispielsweise über einen Drehteller mit zwei Auflagen für Befestigungsvorrichtungen. Folglich können Komponenten geladen oder entladen werden, während eine andere Komponente dem Bearbeitungsprozess unterzogen wird. Die Maschine kann sowohl manuell als auch vollautomatisch betrieben werden.
Das EDNA-Panel überwacht das gesamte Produktionssystem
Maximale Auslastung: Das Be- und Entladen mittels Rundschalttisch erfolgt während der Hauptzeit, so dass die Maschine praktisch nie stehen bleibt. (Bild: Emag)
Eine neue Qualität der Maschinenplattform von Emag LaserTec zeigt sich im Hinblick auf die Bedienung und Überwachung der Maschinen. Zum Einsatz kommt das EDNA Human Machine Interface (HMI) Panel mit intuitiver Multitouch-Oberfläche. Dabei wird die Bedienung der Maschine „by design“ vereinfacht, da die Entwickler bekannte Prinzipien der Steuerung von Smartphones übernommen haben. Das Panel zeigt abwechselnd beispielsweise die Bedienoberfläche eines Siemens-CNC-Displays, Benutzerverwaltung, Fertigungszeichnungen, Bedienerhinweise und mehr; eine individuell veränderbare und anpassbare Schnittstelle macht dies möglich. Neue Teile werden einfach über die Funktion „Anzeigen“ angelegt. Es gibt auch optionale breite IoT-Funktionen, die auch auf dem Dashboard angezeigt werden. Die technische Basis dafür ist EDNA. So nennt Emag sein modulares Software-Ökosystem aus miteinander verbundenen Softwarekomponenten und Maschinen. Die Maschine enthält den sogenannten EDNA-IoT-Kern: einen Industriecomputer, der samt Software mit der Steuerung der Maschine verbunden ist. Das System ist dann „ready for IoT“ und verarbeitet verschiedene Produktionsdaten, mit denen Manager ihr gesamtes Produktionssystem visualisieren, die Leistung von Maschinen bewerten und Anomalien identifizieren können, um beispielsweise Störungen zu vermeiden.
Emag auf der LASYS Messe
Laseroptik mit optimierter Rotation. (Bild: Emag)
Emag tritt in eine neue Phase der Entwicklung von Lösungen für die Bearbeitung von Lasermaterialien ein. Die neue EDNA HMI Bedienoberfläche steht für größtmögliche Usability: schnelles und flexibles Reagieren im Produktionsprozess, umfassend vernetzt und dabei einfach zu bedienen. LASYS-Besucher in Stuttgart erleben vom 21. bis 23. Juni 2022 die neue Bedienoberfläche EDNA HMI live vor Ort. Experten stellen das neue HMI zudem ausführlich vor.