Die neue Technologie ist nicht nur für Spieleentwickler und Spieler interessant: „Die reale Welt wird sich bald in der digitalen Welt widerspiegeln“, sagt Firmengründer und CEO Thomas Weiss: „Künftig wird jeder Gegenstand auch eine digitale haben twin. Das bietet Unternehmen große Chancen und zusätzliche Einnahmequellen.“
Wie kann man Fälschungen verhindern?
Immer dann, wenn ein Objekt in der digitalen Welt mit einem realen Geldwert verbunden wird, stellt sich die Frage, wie sicher diese Verbindung ist. Veranschaulichen lässt sich das an der Gaming-Branche, wo diese Fragen bereits zum Alltag gehören, erklärt Michael Radic, kaufmännischer Leiter von Authentic Vision.
Zum Beispiel kauft jemand eine Pokemon-Karte oder eine Plastikfigur einer Computerspielfigur. Gleichzeitig wird die angezeigte Figur im Spiel des Clients aktiviert. „Es ist reizvoll, diese beiden Welten zu kombinieren“, sagt Radic. „Commodity-Produkte können doppelt verwendet werden, was sie wertvoller macht und dadurch den Umsatz steigert.“
„Authentizität“ digitaler Schwerter
In Online-Rollenspielen ist es üblich, neue Schwerter oder neue Rüstungen zu kaufen. „Wenn Spieler Ausrüstung für ihre digitalen Charaktere kaufen, geschieht dies zunehmend mit der NFT-Technologie“, sagt Radic. Käufer erhalten einen digitalen Token, der sie als Eigentümer eines Artikels ausweist. „Oft sind diese digitalen Mehrwerte exklusiv.“ Daher sollten Kunden darauf vertrauen können, dass ein seltenes oder einzigartiges Stück nicht mehr als einmal verkauft wird. Es ist wichtig, dass die NFT authentisch und echt ist. Und hier kommt Authentic Vision ins Spiel.
“Höchstmaß an Sicherheit”
Neu ist nicht die Möglichkeit, eine Verbindung zwischen der realen und der digitalen Welt herzustellen – dies wäre auch über QR-Codes oder Links möglich –, sondern das hohe Sicherheitsniveau. Dazu hat das Unternehmen den „Meta-Anker“ entwickelt, der mit einem holografischen Fingerabdruck arbeitet. Dieser Aufdruck, der auf der Produktverpackung angebracht ist, kann nicht reproduziert und nicht digital als Foto oder Video übertragen werden. Erst wenn sie mit einer App gescannt und als eindeutig echt erkannt werden, werden digitale Erlebnisse oder Objekte freigegeben.
Authentic Vision ist zuversichtlich, dass sich dieser Trend nicht nur auf Videospiele beschränken wird, sondern sich in Zukunft auch auf das menschliche Erscheinungsbild erstrecken wird. Dann kauft man für den virtuellen Auftritt zusätzlich oder exklusiv die neusten Marken- oder Designerklamotten. Der Schrank wird dann auf die VR-Brille aller Personen projiziert, die der Besitzer kennt. Der Sportartikelhersteller Nike hat kürzlich ein Unternehmen übernommen, mit dem Sie Schuhe oder Sweatshirts für Augmented Reality modifizieren können.