Die ÖBB bleiben ohne Reservierungspflicht

Zuletzt häuften sich Meldungen über sehr volle Züge, von denen die ÖBB einige evakuieren mussten. Die Debatte um erforderliche Buchungen fand jedoch schnell ein Ende. Insgesamt sei das Ziel, sich kontinuierlich zu verbessern, sagte er am Dienstag in einem ausführlichen Gespräch mit Reportern. „Wir werden die Prognose verbessern, wir werden die Steuerung verbessern“, verspricht Sabine Stock, Bereichsleiterin Fern-, Nah- und Regionalverkehr im ÖBB-Vorstand. „Auch die Kapazitäten werden ständig erweitert“, ergänzt Klaus Garstenauer. Im Vorstand der Deutschen Bahn verantwortet er unter anderem das Flottenmanagement.

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„Insgesamt sind es absolute Rekordzahlen“, sagte Stock über die Passagierzahlen. „Wir fahren alle Fahrzeuge, die wir haben“, sagt Garstenauer. Auf der Weststrecke betrug die Steigerung im April 14 Prozent gegenüber April 2019. Die ÖBB nennen nur absolute Zahlen für das Gesamtjahr. Weitere 13.000 Sitzplätze werden kurz vor Pfingsten zur Verfügung stehen. Flottenmanager Garstenauer sagte, die Erhöhung sei erwartet worden, aber nicht so früh in diesem Jahr. Grundsätzlich seien überfüllte Züge keine Frage der Kapazität, sondern eine Frage der Richtung, sagte er.

ORF.at/Georg Hummer An verkehrsreichen Tagen will man alle Möglichkeiten nutzen

Da die ÖBB mit weiter steigenden Fahrgastzahlen rechnen, werden bis 2030 € 4,1 Mrd. in neue Züge und die Renovierung bestehender Züge investiert gepflegt wird, beschrieb Garstenauer die Herausforderung in Bezug auf die Rahmenbedingungen mit hohen Energie- und Rohstoffpreisen und der Suche nach Personal.

Konstant hohe Kapazitäten nicht möglich

Derzeit legen die ÖBB jährlich 111 Millionen Zugkilometer zurück, das sind weltweit 2.800 Mal im Jahr oder 7,5 Mal am Tag. Bis 2028 soll sie laut Garstenauer um 12,5 Prozent auf 125 Millionen Zugmeilen steigen. Dazu wird der Integrierte Fahrplan erweitert.

Die Tage der großen Vertreibung in den letzten Jahren und in der Zukunft werden jedoch weiterhin herausfordernd sein, räumten Vorstandsmitglieder ein. „Wir verstehen den Frust, wenn man aus dem Zug aussteigen muss“, sagte Stock. Aber: „Wenn wir die Möglichkeiten so gestalten, dass immer alle gleichzeitig fahren können, dann stehen die Züge meistens still und das ist für den Steuerzahler unvorstellbar.“ digitale Tools zum Buchen und vielleicht Zählen zum Einchecken im Zug.

Alternative Lösungen für unfreiwillige Ausreisen

Am vergangenen Sonntag wurden zusätzlich 16 Züge auf die Strecken gesetzt, die bestehenden Züge verlängert und die Busse bereitgehalten, um bei Bedarf weitere zu transportieren. Dafür steht Personal auf den Bahnsteigen bereit, um die Personen besser in den Zügen zu verteilen. Wenn ein Zugbegleiter jedoch nicht mehr schnell zu seinem Sitzplatz gelangen kann, um Sicherheitsdurchsagen zu machen, muss er die schwierige Entscheidung treffen, Menschen aus dem Zug zu holen. Die meisten sind Leute in der Nähe der Türen. Dass dies in der Verantwortung des Begleiters liegt, ist gut und richtig.

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Die ÖBB erwägen Zwangsbuchungen

Vorstände haben aber immer wieder betont, dass man Menschen, die gehen müssen, nicht im Stich lassen werde. Im Regionalverkehr wären die Züge von Wien nach St. Petersburg fast genauso schnell. Pölten oder Wiener Neustadt als Railjets. Am vergangenen Mittwoch mussten sie wegen eines großen Konzerts in Klagenfurt in Salzburg aus dem Zug geholt werden. Und sie brachten sie mit dem Bus zum Konzert. „Zentrale Verkehrsleitstelle koordiniert, dass geplante Reiseketten gewährleistet werden können“, sagte Stock.

Reservierungen nur für Nachtzüge

In der vergangenen Woche hatten die ÖBB von Mittwoch 14 Uhr bis Sonntagabend 3,6 Millionen Fahrgäste im Fernverkehr in 1.500 Zügen. 700 Fahrgäste in elf Zügen mussten den gewünschten Zug verlassen und wurden aufgefordert, mit demselben Ticket ein anderes Verkehrsmittel zu benutzen. “Niemand wurde stehen gelassen”, sagte Stock zu den Räumungen, “das macht der Lokführer nicht freiwillig.”

Die ÖBB schließen nun die Buchungspflicht aus. Man wolle laut Stock bei der „einzigartigen Kombination“ bleiben, ein offenes System mit Reservierungsmöglichkeit ohne Pflicht (außer Nachtzügen). ÖBB-Tickets sind auch nur ein Streckenbuchungssystem.

Immer Orte für Spontanreisende

Sie können dasselbe Ticket verwenden, um in einen Railjet oder einen Regionalzug einzusteigen. in Deutschland ist eine ICE-Fahrt mit einem Nahverkehrsticket nicht möglich. In Frankreich ist das Ticket gleich einer Reservierung: Wenn Sie die Fahrt nicht antreten, verlieren Sie nicht „nur“ die möglichen 3 Euro, wie beispielsweise bei den ÖBB, wenn Sie gebucht haben, sondern das Ticket ist gültig . „Auf diese Flexibilität wollen wir nicht verzichten. Es besteht keine Verpflichtung, aber Reservierungen helfen.“ Es wird berichtet, dass Reservierungen nie 70 Prozent der Sitzplätze überschreiten.

Was die Bahn ausschließt, ist, dass die Züge ausgebucht sind. Für Netzticket-Besitzer, Kurzentschlossene und Klimaticket-Besitzer soll immer Platz sein. Die Strecke zwischen Wien und Wiener Neustadt ist wirklich am Limit. Abhilfe soll voraussichtlich ab Ende 2023 geschaffen werden, wenn Fernzüge die Pottendorfer Strecke befahren werden.

Mit der Winterzeitumstellung am zweiten Sonntag im Dezember dürften die Ticketpreise nach der letzten Aussetzung in diesem Jahr wieder steigen. Dies wurde jedoch während des Interviews nicht offiziell bestätigt.

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