Unter dem Titel „Weber und Breitfuss“ haben sich die Figuren Alfred Dorfer und Roland Düringer vorzeitig zurückgezogen und können sich trotz ihrer Antipathie nicht voneinander distanzieren. Weber trägt jetzt eine graue Pantolette, Breitfuss trägt noch ein Toupet. Die Charaktere seien gealtert, aber sie seien immer noch dieselben, sagte Düringer. Eine Fortsetzung ist möglich.
Zurück, aber kein Remake
„Wenn ich mir einen Film von Terence Hill und Bud Spencer anschaue und es keinen Kampf gibt, bin ich enttäuscht“, sagte Düringer über die Unveränderlichkeit des ehemaligen Funktionärs. Allerdings existiert das Wiener Büro für Weihnachtsdekoration, bei dem die beiden schelmisch waren, nicht mehr. Und so fehlt dem Weihnachtsmann “Mr. Claus”.
„Das passiert mit den beiden, wenn sie nicht mehr bei der MA 2412 sind“, sagt Harald Sicherheititz, der nicht nur bei den neuen Filmen Regie geführt hat, sondern auch bei der 2002 zu Ende gegangenen Reihe und dem dazugehörigen Spielfilm. Die Filme wurden bis vor kurzem in Niederösterreich und Wien gedreht und sollen voraussichtlich 2023 bei ORF 1 zu sehen sein.
Roland Düringer über “Weber und Breitfuss”
Roland Düringer über “Weber und Breitfuss”
Der Anstoß für das Comeback sei „eine romantische Geschichte“ gewesen, sagte Dorfer. Er saß mit Düringer in einem Café in Linz, als ihn Jugendliche um ein Autogramm auf „MA 2412“ baten. „Sie waren noch nicht einmal geboren, als wir sie gedreht haben“, sagt Dorfer und erkennt die Bedeutung der Serie an. Und auch Düringer und Sicherheitz sind von der Zeitlosigkeit der Serie überzeugt. Es sollte jedoch kein einfaches Remake werden: Es gibt keine falschen Lacher mehr und es ist keine Sitcom mehr, sondern zwei 45-minütige eigenständige Filme.
Rückkehr von „MA 2412“: Dreharbeiten in Hardegg
Statisten in Horrorfilmen
Sowohl normale als auch absurde Situationen, so Sicherheititz, bringen die beiden “Verlierer” wieder zusammen. Im ersten Film werden sie mit dem totalitären System einer Reha-Klinik konfrontiert, im zweiten sind sie Statisten in einem Horrorfilm B. Auf die aktuellen Rufe nach politischer Korrektur wollten sie nicht reagieren. “Satire verliert komplett ihre Berechtigung, wenn sie politisch korrekt wird”, sagte Dorfer. In einem ursprünglich geplanten dritten Film im Science-Fiction-Stil sollen die Ex-Beamten umerzogen worden sein, weil sie es mit „Mädchen“ und „Miss“ auf eine Security-Lady abgesehen haben.
Dorfer und Düringer schrieben Drehbücher für drei Filme, von denen nur zwei mit dem Produzenten ORF realisiert werden könnten, sagte Düringer. Aber es hängt von den Schauspielern ab, es ist noch lange nicht vorbei. Sie haben noch viele weitere Ideen für Begegnungen zwischen Weber und Breitfuss: Die beiden könnten sich während eines Führerschein-Auffrischungskurses wiedersehen, aber auch aufgrund einer Begegnung ihrer unbekannten Ehefrauen.
Alfred Dorfer über Reha-Film
Im ersten Film werden “Weber und Breitfuss” versehentlich in einer Reha-Klinik gefunden.
möchte eine Reihe von Filmen
Düringer kann sich eine Reihe von Filmen vorstellen, bei denen jeder Film anders ist und in einer anderen Umgebung spielt. Sie habe nur die ersten beiden Folgen gemacht, wahrscheinlich würde ein anderer Regisseur den nächsten Titel ersetzen, sagte Sicherheititz, die sich selbst als “Hebamme” bezeichnete. Mögliche neue Aspekte „von außen“ seien ein Mehrwert, davon ist Düringer überzeugt. Eine Gruppe von Schauspielern kann wiederholt in verschiedenen Rollen auftreten.
Lieferschein:
Wien heute, 8. Juni 2022
Grundsätzlich soll die Fortsetzung von „MA 2412“ dennoch etwas Besonderes werden; „Und es ist besonders, wenn es selten ist“, sagte Düringer. Beispielsweise können Filme einmal im Quartal an besonderen Tagen wie Ostermontag oder einem nationalen Feiertag auf den Bildschirmen zu sehen sein.
Die Dreharbeiten zu den ersten beiden Filmen seien sehr lustig, aber auch anstrengend gewesen, sagte Dorfer. Pro Folge standen nur acht Drehtage zur Verfügung. Er habe seit Jahren nicht mehr so viel gelacht wie am Set, sagte Sicherheititz, der sich kaum vorstellen könne, “dass die Leute ihn nicht mögen”. Mit dabei sind neben Dorfer und Düringer auch „Frau Knackal“ Monica Weinzettl – jetzt laut Sicherheititz eine „gealterte Blondine mit quietschender Stimme“, Andrea Händler, Eva Billisich, Nina Proll, David Jakob, Julia Edtmeier, Roland . Penzinger, Johannes Silberschneider, Angelika Strahser und Anton Noori.