Die Pfingstferien neigen sich dem Ende zu: Wer bleibt heute zurück?

Ein langes Pfingstwochenende, entspannend, viel Sonnenschein. Die gute Nachricht: Überall im Land machten die Deutschen Kurzurlaub, ließen die Seele baumeln, feierten und genossen ihre freien Tage in vollen Zügen. Das Problem: Am Pfingstmontag kehren die meisten Menschen nach Hause zurück. Für viele mit dem 9-Euro-Ticket und leider auch zum Maximum!

Viele Familien und Freunde nutzten das Wochenende für einen kurzen Strandurlaub oder einen Städtetrip. Inzwischen ist er mit gepackten Koffern nach Hause zurückgekehrt, für viele mit dem Zug.

Kommt nach dem Entspannungswochenende das Zugchaos? Lesen Sie hier, wo Sie keine Informationen zur App finden, Bahnsteige und überfüllte Züge drohen und wo Ihre Fahrt in einer Sackgasse endet.

Auch auf dem Bahnsteig des Leipziger Hauptbahnhofs herrschte Aufruhr. Foto: Rico THUMSER

Nach dem tödlichen Zugunglück bleibt die Strecke gesperrt

▶︎ Nach dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten (berichtet BILD) werden die Rettungs- und Ermittlungsarbeiten am Pfingstmontag fortgesetzt. Nach Angaben der Deutschen Bahn kommt neben den Straßenkranen auch ein Eisenbahnkran der DB Netz AG aus Wanne-Eickel (NRW) zum Einsatz. Der Kran hat eine Tragfähigkeit von 250 Tonnen und dient zur Befestigung des Steuerwagens des verunglückten Zuges.

Wie in den vergangenen Tagen sind die drei Straßenkräne dabei, die entgleisten Waggons zu heben, die dann geschnitten und transportiert werden müssen.

Der Zug entgleiste am Freitagnachmittag: Fünf Menschen kamen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an. „Eine vollständige Beurteilung der Schäden an der Straße und deren Instandsetzung wird erst nach Abschluss der Bergungsarbeiten möglich sein“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bahn.

Daher müssen Passagiere, die auf dieser Strecke reisen, umgebucht werden. Rund um Oberau verkehren Münchner Hbf-Züge. Von Mittenwald fahren Züge nach Garmisch-Partenkirchen.

Die Bahn hat zwischen Oberau und Garmisch-Partenkirchen einen Busersatzverkehr eingerichtet.

Fahrplanfehler in Bayern

▶︎ Neben dem Andrang auf den Pisten am Pfingstwochenende hat auch die Technik in Bayern nicht funktioniert. BRB-Regionalbahnzüge wurden in der DB-Anwendung oder auf www.bahn.de nicht angezeigt. Kuriosität: Die Züge waren auf den Bahnhofstafeln vertreten, aber nicht auf der Fahrplanauskunft.

Auf ihrer Website entschuldigte sich die Bayerische Regionalbahn (BRB) für das Chaos und schrieb: „Liebe BRB-Fahrgäste, vom 5.6 .bahn.de.” Dieses Problem betrifft die Strecken „München – Rosenheim – Salzburg / Kufstein“ und „München – Holzkirchen – Rosenheim“.

Der fehlerhafte Plan kann erst am 13. Juni korrigiert werden.

Tipp: Die Webanwendung „Marudor“ zeigt Echtzeitdaten zu Zugabfahrten in einer übersichtlichen Liste an.

Großes Ausfahrtschaos auf Sylt?

Nach dem wohl ungewöhnlichsten Wochenende seit langem können die Sylter endlich aufatmen: Die Inselbewohner haben den Ansturm nach dem 9-Euro-Schein-Stress überstanden!

Mit dem 9-Euro-Ticket kamen übers Wochenende Touristen, die sich sonst nie auf Sylt aufhalten: Massenpunks. Schon vor der Einführung des 9-Euro-Scheins kursierten in den sozialen Medien Aufrufe linker Gruppen, sich auf die Insel zu „einschiffen“. Bei den Eisenbahnen fiel dies sofort auf. Regionalzüge waren bereits zu Beginn des Wochenendes zu 130 Prozent ausgelastet, Fahrräder können nicht mehr abgeholt und eine Fahrt nicht garantiert werden.

Westerländer Rummel: Am Wochenende fallen Punks auf Sylt ein

Doch entgegen aller Befürchtungen blieb die Lage auf der Nordseeinsel Sylt am Montagabend ruhig. Laut Polizei gab es in der Nacht zum Montag nur sieben Einsätze, am Sonntag neun.

Aber herrscht jetzt großes Chaos auf Sylt? Das ist sehr wahrscheinlich!

Nach dem ersten Härtetest des 9-Euro-Tickets hat der Reiseverband „Pro Bahn“ seine Kritik bestätigt. „In den Hauptverkehrszeiten war die Nachfrage auf den Hauptstrecken so hoch, dass die Züge nicht abfahren konnten. Und einige Eisenbahnunternehmen, wie zum Beispiel Metronom in Norddeutschland, haben den Fahrradtransport ausgeschlossen, weil sie den Andrang nicht verkraften konnten“, sagte Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn am Montag.

Das Chaos war vorhersehbar und das Ergebnis eines politischen Angebots ohne die nötige Schienenverkehrskapazität. „Nicht alles, was gut gemeint ist, ist auch gut gemacht“, sagte Naumann. Das Beste am 9-Euro-Ticket ist, dass es den ÖPNV wieder ins Gespräch gebracht hat. „Aber es funktioniert nur, wenn es Fähigkeiten gibt“, sagte er.

Volle Sicht, überfüllte Bahnsteige: Sylt-Rückkehrer müssen sich gedulden Foto: Thomas Knoop Volle Züge auf der Strecke von Sylt nach Hamburg abseilen. Einige mussten sogar auf dem Boden sitzenBild: Thomas Knoop

Er riet Bahnreisenden, wenn möglich mitten in der Woche die Tage zu ändern und ihr Reiseziel zu überdenken. „Sollen es Sylt, Warnemünde oder der Tegernsee sein, oder gibt es keine anderen schönen Gegenden, in denen die Nachfrage geringer ist?“, sagt Naumann.

“Wie erwartet gab und gibt es regionale Spitzen im Fahrgastaufkommen, insbesondere zu touristischen Zielen. Bundesweit sehen wir insgesamt einen stabilen Bahnbetrieb. Für eine detaillierte Einschätzung ist es noch zu früh”, sagte ein Bahnsprecher gegenüber BILD habe ihn gefragt.

Belebte Straßen und Züge in NRW

▶︎ Ein Besuch im Kölner Dom, Shopping in Düsseldorf oder ein Ausflug in den Moviepark. In NRW gibt es so viel zu sehen. Das Problem: Diesen Gedanken hatten viele am Pfingstwochenende und sind gegangen.

Bereits am Samstagnachmittag waren die Bahnsteige am Kölner Hauptbahnhof, wo ein Regionalzug abfuhr, voll. Viele Reisende hatten Einkaufstüten in der Hand und es sieht so aus, als wären sie zum Einkaufen nach Köln gekommen. Wegen voller Bahnsteige blockierte die DB-Sicherheit den Zugang zum Bahnsteig vorübergehend mit Warnband.

Deutlich entspannter war die Lage am Sonntag an den Hauptbahnhöfen in Köln und Düsseldorf: Obwohl reger Betrieb herrschte, war von Chaos keine Spur. Das könnte sich im Laufe des Montags ändern: Neben den stark befahrenen Autobahnen soll es am Pfingstmontag vor allem in den NRW-Regionalbahnen wieder sehr voll werden. Bei Ausflügen und Ausflügen nutzen viele das 9-Euro-Ticket für eine Kurzfahrt am Samstag und Sonntag.

„Wir ermutigen unsere Fahrgäste, sich kurz vor Fahrtantritt in den Medien der Nahverkehrsverbünde oder über den DB Navigator zu informieren“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntag. Außerdem forderte die Deutsche Bahn die Fahrgäste auf, in Zügen nicht mit dem Fahrrad zu fahren, wenn dies nicht unbedingt erforderlich sei. Denn: Auch ohne Räder sind die meisten Autos bereits überladen, wenn nicht gar überladen.

Die Folge: lange Wartezeiten und verspätete Abfahrten und Ankünfte.

Dichter Andrang in einem Regionalzug in Berlin Bild: DAVIDS / Sven Darmer Wer heute den Zug nimmt, muss die Wartezeit mitnehmen, wie hier in München Bild: Lennart Preiss / dpa

Pfingsten war der erste Härtetest in der Rabattaktion. Ein erster Indikator dafür, was uns in den kommenden Monaten erwartet. Denn das Ticket gilt für Juni, Juli und August und wird Bahn und Politik in der Ferienzeit sicherlich noch mehr Probleme bereiten.

Und auf den Autobahnen?

Auch auf den Autobahnen ist der Rückverkehr zu beachten: Staugefahr, besonders am Nachmittag! Bis Montag werden auch vollständige Nebenrouten erwartet, da wahrscheinlich viele Wanderer unterwegs sein werden.

Autoclubs rechnen mit Staus und Verspätungen vor allem in den Ballungsräumen Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, München, auf Küstenstrecken und auf folgenden Strecken in beide Richtungen:

A 1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg – Lübeck

A 1 / A 3 / A 4 Kölner Ring

A 2 Berlin-Hannover-Dortmund

A 3 Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg -…

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