Die Pipeline Nord Stream 1 wird am Montag wegen Wartungsarbeiten geschlossen

Wirklich nur zur Wartung?

Putin schließt die Pipeline Nord Stream 1

Die letzte große Verbindung von russischem Erdgas nach Deutschland wird am Montagmorgen geschlossen. Grund dafür sind die jährlichen Wartungsarbeiten an der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 1, die der Betreiber vor einiger Zeit angekündigt hat.

Veröffentlichung: 5:51 h

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Aktualisiert: 8:39 Uhr

Unter anderem hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) große Besorgnis darüber geäußert, dass Russland den Gashahn auch nach Abschluss der Wartung nicht mehr öffnen kann. Wie der Betreiber Nord Stream AG mitteilte, sollen die Arbeiten bis zum 21. Juli andauern. In dieser Zeit wird kein Gas nach Deutschland transportiert.

Der russische Staatskonzern Gazprom hatte bereits im Juni die Fördermenge durch die mehr als 1.200 Kilometer lange Gaspipeline zwischen Russland und Mecklenburg-Vorpommern reduziert und dies auch mit dem Fehlen einer Turbine begründet. Laut Bundesnetzagentur wird die Leitung derzeit nur zu etwa 40 Prozent genutzt.

Auch russische Gaslieferungen über andere Leitungen in Deutschland waren zuletzt zurückgegangen. Gleichzeitig haben mehrere europäische Länder bereits aufgehört, Gas aus Russland zu beziehen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine Ende Februar gilt die Gasversorgung Europas aus Russland als gefährdet.

Der Betreiber schätzte die Dauer des Stopps von Nord Stream 1 auf zehn Tage. Wir sprechen über die Überprüfung und ggf. Reparatur oder Kalibrierung der Stromversorgung, des Brand- und Gasschutzes und bestimmter Ventile. Auch Software-Updates werden vorgenommen. Marine-Pipelines blieben unter Druck. In den Vorjahren hätten diese Arbeiten zwischen 10 und 14 Tage gedauert. Allerdings wichen sie teilweise auch von der festgesetzten Frist ab.

Gearbeitet wird laut Bundesnetzagentur nicht direkt an der Leitung, sondern an den Verdichtungsstationen, beispielsweise in Lubmin. In den Modellrechnungen geht die Behörde von bis zu 14 Tagen aus, hat aber bereits einen Zeitpuffer eingerechnet. Unter normalen Umständen sollten die Arbeiten jedoch innerhalb des geplanten Zeitraums abgeschlossen werden können. Nach Behördenmodellen könnte eine dauerhafte Abschaltung im Winter zu einer Gasknappheit in Deutschland führen. (SDA)

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