In Portugals beliebtem Urlaubsland steigen die Kronenzahlen wegen der Verbreitung der ansteckenderen Subvariante omicron BA.5 stark an.
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Portugal ist zum europäischen Zugangspunkt Omicron BA.5 geworden. Neue Infektionen treten wieder auf, aber das Leben ist fast normal. Aus verschiedenen Gründen.
Europa blickt erneut mit Sorge auf Portugal. Die Covid-19-Zahlen sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Dominiert die Untervariante omicron BA.5, ist Portugal das Land mit der höchsten Inzidenz in Europa.
Auch die Covid-19-bedingte Sterblichkeit hat zugenommen. Allerdings gingen die Neuinfektionen nach am vergangenen Freitag veröffentlichten offiziellen Zahlen um mehr als 15.000 Fälle im Vergleich zur Vorwoche zurück. Sie sind aber immer noch auf hohem Niveau: Das Land kommt auf knapp 1.400 Fälle pro 100.000 Einwohner.
Zum Vergleich: In der Schweiz kommen 119 Fälle auf 100’000 Einwohner (Stand 13. Juni).
Masken auch dort, wo sie ehrenamtlich tätig sind
Allerdings lassen sich die Portugiesen davon im Alltag nicht relativ beeindrucken. Man sieht Menschen mit Schutzmasken natürlich dort, wo sie Pflicht sind, in öffentlichen Verkehrsmitteln, Krankenhäusern und Pflegeheimen, aber auch dort, wo sie freiwillig sind, in Supermärkten, Museen und oft auch draußen, zum Beispiel am Strand.
Über die Autorin: Michelle de Oliveira
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Michelle de Oliveira ist Journalistin, Yogalehrerin und Mutter sowie Kolumnistin für Blue News. Vor kurzem ist er mit seiner Familie nach Portugal gezogen.
Generell scheint die portugiesische Bevölkerung relativ gelassen auf den Anstieg der Fallzahlen zu reagieren. Am vergangenen Wochenende wurde in Lissabon einer der Volksheiligen gefeiert, der Schutzpatron der Stadt, Sant Antoni. In den engen Gassen wurde gefeiert, getanzt und geküsst, Fado gesungen, Sardinen gebraten, Super Bock und Vinho Verde getrunken. Nach zwei Jahren ohne diese Traditionsparty erreichte auch die Partystimmung ein hohes Niveau. Auch eines der wichtigsten Musikfestivals des Landes, Primavera Sound Porto, fand am vergangenen Wochenende mit 100.000 Besuchern statt.
Aber auch ohne große Partys sind die Straßen und Straßen von Lissabon von morgens bis abends voller Touristen und Einheimischer, von denen die Minderheit Masken trägt. Strandbars feiern, Restauranttische kommen wieder zusammen und Fußballspiele gehen weiter wie gewohnt: Social Distancing gehört offensichtlich der Vergangenheit an.
Die Sehnsucht nach einem unbeschwerten Sommer
Interessanterweise vermeiden portugiesische Zeitungen Schlagzeilen. Der Aufschrei in den Schweizer Medien ist viel stärker, die Sorge vor dem gleichen drohenden Schicksal scheint grösser als der Schmerz der Portugiesen, die schon mittendrin sind.
Neue massive Kronentests in Peking
Nach einem neuen Kronenausbruch, der offenbar durch einen einzelnen Barbesucher verursacht wurde, der zu einer Party ging, wurden die Pandemiebeschränkungen in Peking erneut verschärft. Eine neue Runde von Massentests begann.
13.06.2022
Es scheint, als hätten sich die Menschen in Portugal an das ständige Auf und Ab der Krone gewöhnt. Zuerst das am stärksten betroffene Land, dann das nationale Impfmodell, schließlich die Rückkehr von Omikron. Auch die relativ hohe Durchimpfungsrate (87 % der Bevölkerung sind doppelt geimpft, 64 % aufgeimpft) kann zu einer gewissen Gelassenheit beitragen. Und vor allem wollen die Portugiesen wieder einen sorgenfreien Sommer.
Die Behörden können absichtlich darauf verzichten, zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, zumal die Touristensaison unmittelbar bevorsteht und von dieser Zeit eine der Säulen Portugals am meisten profitiert.
Die Amtspartei appelliert an die Eigenverantwortung der Bevölkerung und empfiehlt, große Menschenansammlungen zu meiden und bei erhöhter Ansteckungsgefahr freiwillig Masken zu tragen. Es wurden jedoch keine weiteren Maßnahmen besprochen.
Das nächste große Musikfestival, Rock in Rio Lissabon, findet am kommenden Wochenende statt, und kurz darauf wird in Porto ein weiterer Heiliger, São João, gefeiert. Sehr wenige Masken werden wahrscheinlich weiterhin verwendet werden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Bevölkerung bald für die üppigen Feierlichkeiten aufkommen muss.
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