Schweizer Mutter Lufthansa lässt Flugpreise explodieren
Sie wollen weniger, aber (viel) teurer
Annullierte Flüge, lange Wartezeiten, Reisefrust: Seit der Corona-Krise erweist sich das Fliegen oft als stressig. Gerade für den Reisemonat Juli lässt die Schweizer Mutter Lufthansa die Flugpreise explodieren. Grund? Hilft Passagieren, die von Flugausfällen betroffen sind.
Veröffentlichung: 14:17 Uhr
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Aktualisiert: vor 26 Minuten
Noch immer stöhnt die Luftfahrtbranche unter den Folgen von Corona. Mangel an Personal und Maschinen. Flugrouten werden gestrichen, die überlastete Infrastruktur ist am Limit. Aber waren die Flugpreise während der Covid noch im Keller, explodieren sie derzeit.
Aufgrund der angespannten Reservierungs- und Verkehrslage hat die Schweizer Muttergesellschaft Lufthansa ihr Angebot an Tickets drastisch eingeschränkt und damit verteuert. Im Juli sind Mehrtagesflüge nur in den teureren Buchungsklassen buchbar. Der Konzern bestätigte am Freitag entsprechende Berichte in den sozialen Medien.
Zu wenig annullierte Flüge, lange Wartezeiten und Reisefrust, Fliegen nervt nicht nur gerade jetzt. Auch das Fliegen mit Lufthansa wird mittlerweile zum teuren Vergnügen. Vergangene Woche hatte die Airline angekündigt, in den kommenden Wochen 3.100 innerdeutsche und europäische Inlandsflüge zu streichen. Wenn das Angebot sinkt, sinken auch die Preise.
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Temporäre Maßnahme?
Mindestens bis Dienstag, 5. Juli, können Flüge für den gesamten Monat Juli nur in den teureren Buchungsklassen gebucht werden. Das bestätigte eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber “Bild”. Offiziell soll die vorübergehende Maßnahme dazu dienen, Sitzplätze für Umbuchungen freizuhalten, für Passagiere, deren Flüge gestrichen wurden.
Um sicherzustellen, dass von Flugausfällen betroffene Passagiere eine Reisealternative haben, „reduzierte das Unternehmen im Juli die Verfügbarkeit von Lufthansa-Flügen für Neubuchungen“, sagt er. Das bedeutet im Klartext: Günstige Tickets der „Y“-Klasse ab 1.000 Euro für Europa- und Inlandsflüge von und nach Deutschland ab 600 Euro. Für Hinflüge nach Deutschland müssen Sie 400 Euro bezahlen.
Teure Reise Juli
Die Maßnahmen betreffen die Lufthansa, aber nicht den gesamten Konzern, zu dem auch die Schweiz gehört. Nach Abschluss der Buchungen scheint Lufthansa die günstigsten Buchungsklassen wieder öffnen zu wollen. Kunden und die Reisebranche werden beobachten, ob dies bereits am Mittwoch, dem 6. Juli, geschieht.
Billigere Flüge nach London bietet das System allerdings erst am 25. Juli wieder an. Bis einschließlich 24. Juli kostet ein Hin- und Rückflug von Frankfurt nach London 1.020 Euro. Im August gibt es den gleichen Flug ab 118 Euro. (ke)
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