Trotz Inflation ist die österreichische Bevölkerung reisefreudig. Flugtickets stiegen im April um 45 Prozent.
In Österreich ist trotz massiver Inflation die Urlaubsstimmung spürbar. Eine Umfrage von „Finanz.at“ ergab, dass rund 50 Prozent dieses Jahr eine Sommerreise planen, ein Drittel bereits gebucht hat. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr dachten nur 37 Prozent der Einheimischen an Urlaub.
Gute Buchungslage bei Reisebüros
Reisebüros hätten eine gute Buchungslage, sagte Max Schlögl, Leiter der Reisebürogruppe und CEO von Gruber Reisen, gegenüber “orf.at”. Beliebte Reiseziele sind Kroatien, Italien, Griechenland und Spanien.
Urlaub im Ausland wird jedoch nicht billig sein. „In diesem Jahr ist neben dem Flug, dem Hotel und der Anreise etc. davon auszugehen, dass andere Ausgaben teurer werden, wie es hier in Österreich der Fall ist. Das heißt, wenn man in ein Restaurant geht oder einkaufen geht „Es wird uns genauso ergehen“, sagt Schlögl. Bereits gebuchte Urlaube sollen trotz Preiserhöhungen in der Regel nicht teurer werden.
Laut Statistik Austria lag der Flugpreis für Auslandsreisen im April um 45 Prozent höher als im Vorjahr. Einerseits trieben steigende Kerosinpreise die Preise in die Höhe, andererseits spielte auch eine höhere Ticketnachfrage eine Rolle.
Italiens Strände sind teurer denn je
Auch Übernachtungen in Hotels kosten durchschnittlich 10,2 Prozent mehr. Und für einen Strandbesuch muss man tief in die Tasche greifen. Der italienische Verbraucherschutzverband Federconsumatori schätzt, dass eine Familie in Italien für einen Tag am Meer durchschnittlich 97 Euro bezahlen muss. Unter Berücksichtigung von Transport, Schirmen, Liegen, Gastronomie und Parkplätzen sind das zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.
Nav-Account str Hora29.05.2022, 18:21 | Akt: 29.05.2022, 18:41