Die CEU hat derzeit einen Mietvertrag über ein Gebäude in der Quellenstraße bis 2025. Geplant war ein Umzug in die ehemalige Nervenheilanstalt Baumgartnerhöhe, wo ein eigener Campus für Studierende entstehen sollte. Der entsprechende Baurechtsvertrag mit einer Laufzeit von 100 Jahren zwischen der Stadt und der Universität wurde im Juli 2020 unterzeichnet, der Baubeginn war für 2023 geplant.
Folglich hätte die CEU die Sanierung der Gebäude in dem von ihr genutzten „Kerngebiet“ (etwa ein Drittel der verfügbaren Fläche) übernehmen müssen. Eigentümer der Liegenschaft ist die Wirtschaftsagentur Wien als städtische Kasse. Nun ist die Universität zu dem Schluss gekommen, dass die Kosten für die Anpassungen zu hoch sind.
„Das Otto-Wagner-Areal ist ein außergewöhnliches kulturelles Kleinod in der Stadt. Wir hätten uns gewünscht, dass die CEU ein Teil davon gewesen wäre“, sagt CEU-Rektorin Shalini Randeria. „Leider konnte das Projekt nach jahrelanger intensiver Planung, Gestaltung, Abstimmung mit der Gemeinde und gemeinsamer Arbeit mit allen zuständigen Stellen nicht realisiert werden. Es wäre dem großen historischen Entwurf Otto Wagners nicht gerecht geworden, sich den Anforderungen unterzuordnen der Universität “. Man sei aber „zuversichtlich, dass die CEU dank der starken Partnerschaft mit der Stadt Wien und der österreichischen Bundesregierung in naher Zukunft einen anderen Standort finden wird“, sagte Vorstandsvorsitzender Geoffrey Smith.
Das räumte auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) ein. Die „solide Partnerschaft“ zwischen der Stadt Wien und der CEU wird fortgeführt. Wie bisher wird die Central European University bei der Suche nach einem neuen Standort unterstützt.
Die CEU versucht nun, den Mietvertrag bis zur Quellenstraße zu verlängern, falls der Umzug an einen neuen Standort nicht rechtzeitig klappt.