Stundenlang wurde gestern (28.6.) in der Hovengasse in Korneuburg ein Großeinsatz der Polizei durchgeführt, nun sind genauere Hintergründe bekannt: Ein Gerichtsvollzieher wollte am Dienstagmorgen mit Unterstützung der Beamten der Polizei Korneuburg eine Hinrichtung durchführen Bahnhof. Da der 60-jährige Angeklagte die Wohnungstür trotz mehrfacher Aufforderung nicht öffnete, wurde gegen 20.30 Uhr ein Schlosser mit der Türöffnung beauftragt. Nach dem Öffnen der Wohnungstür war aus der Wohnung ein Schuss zu hören. Die eingesetzten Personen verließen daraufhin den Gefahrenbereich und die Polizei sicherte die Wohnung.
Zudem führten Polizisten des Kreises Korneuburg und der Schnelle Rettungsdienst (SRK) die Außensicherung durch, der Bereich um die Korneuburger Hovengasse wurde weitgehend gesperrt. Die einberufene Cobra-Arbeitsgruppe kümmerte sich um die Sicherheit der Wohnung. Die Anführer der Verhandlungsgruppe kontaktierten den 60-Jährigen und versuchten, ihn dazu zu bringen, seine Waffe zu strecken und die Wohnung zu verlassen.
Da die Verhandlungen erfolglos blieben, griffen die Cobra-Agenten gegen 15 Uhr ein und der 60-Jährige wurde aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Korneuburg vorläufig festgenommen. Bei der Hausdurchsuchung wurde eine geladene Pistole gefunden und beschlagnahmt.
Bei der Operation wurde niemand verletzt. Der Angeklagte gestand und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizvollzugsanstalt Korneuburg eingeliefert.
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