Die Stadt vergibt einen Energiegutschein in Höhe von 200 Euro

Ludwig und Hanke haben angekündigt, dass aufgrund steigender Energiepreise und der prognostizierten Anhebung der Fernwärmetarife auf fast das Doppelte die Wiener Energieförderung um eine weitere Säule erweitert wird. Unter dem Namen “Energiebonus ’22” müssen insgesamt 130 Millionen Euro gezahlt werden.

Es wird eine Einmalzahlung von 200 Euro erwartet. Etwa 650.000 Haushalte oder mehr als 1 Million Menschen sollten davon profitieren, sagte er. Das sind etwa zwei Drittel aller Wiener Haushalte. Auf diese Weise solle es möglich sein, „die Preissteigerungen vieler Wiener Haushalte abzufedern“, erklärte Ludwig.

Bonus für “über eine Million Menschen”

Dabei sind die Einkommensgrenzen für den Empfang zu beachten: Hauptwohnsitz Wiens sind mit einem maximalen Jahresbruttoeinkommen von 40.000 Euro bei Einpersonenhaushalten bzw. 100.000 Euro Jahresgesamteinkommen bei Mehrpersonenhaushalten anspruchsberechtigt. Die Auszahlung des Stipendiums erfolgt auf Antrag im vierten Quartal.

„Mehr als eine Million Menschen profitieren vom Wiener Energiebonus ’22, der von mittelständischen Unternehmen breit genutzt wird. Wir unterstützen die Wienerinnen und Wiener dort, wo sie es am meisten brauchen“, sagte Hanke-Stadträtin Hanke.

„Eigenkapitalkommission“ und angekündigte Ratenzahlungen

Zudem ergreift die Stadt weitere Schritte, um steigende Preise abzufedern. Eine neu geschaffene halbjährlich tagende “Eigenkapitalkommission” werde die internationalen Energiemärkte beobachten und “dafür sorgen, dass günstigere Einkaufspreise rechtzeitig an die Kunden weitergegeben werden”, sagte er.

Wien Energie hat sich zudem freiwillig dazu verpflichtet, im kommenden Winter von Dezember bis Ende Februar weder Strom noch Gas oder Heizung abzuschalten. Und es kann bis zu 18 Monate in Raten gezahlt werden. Als Alleineigentümer verzichtet die Stadt Wien auch 2022 und 2023 auf Dividendenzahlungen der Wiener Stadtwerke an den Gemeindehaushalt. Auch für die Fernwärme wird eine eigenständige „Volksanwaltschaft“ eingerichtet.

Ludwig und Hanke verwiesen am Dienstag auch auf ein vor einiger Zeit eingeführtes Energiestützungspaket, das einkommensschwächere Leistungsempfänger entlasten soll. Rund 260.000 besonders von der Inflation betroffene Menschen müssen ab Ende Juni ohne Antrag 200 Euro auf ihr Konto bekommen. 26.000 Alleinerziehende müssten rund hundert Euro mehr verlangen. Dafür wurde im März eine Energiehilfe in Höhe von 125 Millionen Euro beschlossen. Dazu gehören auch Zuschüsse für Photovoltaikanlagen oder die thermische Altbausanierung.

Die Kommission prüft den Antrag auf Preisanpassung

Für Aufsehen sorgte das Vorhaben von Wien Energie, den Preis für Fernwärme nahezu zu verdoppeln. Vor rund einer Woche hatte er angekündigt, die Preise für Fernwärme um 92 Prozent erhöhen zu wollen. Die Maßnahme sorgte nicht nur bei der Opposition, sondern auch bei Arbeiterkammer und Gewerkschaft für Unruhe. Der “Energiebonus” ist nun die Antwort der Stadtpolitik.

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Stadtwärme: Preiserhöhung um 92 Prozent

Wien Energie hat bereits die Anpassung des amtlichen Preisaushangs für Fernwärme beantragt. Nun prüfen Stadtrat und Behörden. Das entsprechende Verfahren dauere in der Regel etwa drei Monate, sagte er. Dem Preisausschuss gehören laut Wien Energie auch die Arbeiterkammer, die Wirtschaftskammer und die Landwirtschaftskammer an.

Wird dem Antrag stattgegeben, wird der Preis für Fernwärme in der nächsten Heizsaison mit einem Plus von 92 Prozent etwa verdoppelt. Für eine durchschnittliche Wiener Wohnung kostet das monatlich 45 Euro zusätzlich, schätzt das Unternehmen.

Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket vorgelegt

Die Bundesregierung hat am Dienstagmorgen ihr umfangreiches Anti-Inflationspaket vorgestellt. Der größte Teil: Nach jahrzehntelangem Hin und Her wurde die Kaltprogression abgeschafft und auch eine Senkung der Lohnnebenkosten angekündigt.

Verschiedene Sozialleistungen sollen künftig automatisch an die Inflation angepasst werden. Hinzu kommen jede Menge Einmalzahlungen: eine Anhebung des Klimabonus auf bis zu 500 Euro, zusätzlich 180 Euro Familienbeihilfe pro Kind im August, eine Anhebung des Familienbonus und eine Sonderzahlung für Geringverdiener von mehr als 300 Euro. – mehr dazu unter news.ORF.at.

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