Kanton Schwyz
«Es wurde immer heisser»: Nach dem Schwingfest stand die Stoosbahn 30 Minuten lang bei drückender Hitze still
Aus Sicht der Zentralschweiz war der Stoos-Schwinget durchwachsen. Am Sonntag war die Stoosbahn allerdings noch schlimmer als die Eidgenössischen Schwinger. Viele Passagiere wurden auf der Rückfahrt von der erstickenden Hitze eingeschlossen.
«Es war furchtbar», sagt ein Stoos-Schwinget-Besucher auf seiner Rückreise. Nach einem langen Tag wäre die Standseilbahn Stoos wirklich die perfekte Lösung für eine schnelle Heimreise. In knapp vier Minuten geht es hinunter ins Tal. Sonntag ist nicht so. Die 2017 eröffnete Bahn streikte.
Mehrere Besucher des Schwingfestes berichten von technischen Schwierigkeiten und Unterbrechungen der Stoosbahn. Es wird gemunkelt, dass der Zug auf dem steilen Gelände bei immer noch sehr warmen Temperaturen etwa eine halbe Stunde lang angehalten wurde. Das berichtet PilatusToday am Montagabend.
Diagonaler Spaziergang im Tal
Einer der betroffenen Passagiere erklärt:
“Es wurde immer heißer. Die Leute hatten Angst.”
Während kämpfende Fans mit Ankündigungen Schritt hielten, blieb die Hitze in den Autos. Laut Passagieren sorgte nur ein kleines Fenster für frische Luft. Da die Fenster beschlagen waren, war durch die Panoramafenster des Zuges nichts zu sehen.
Die Probleme der Bahn bekamen nicht nur die Fahrgäste durch den ungewollten Halt von einer halben Stunde zu spüren. Auch die Niveauregulierung streikte. Sie ist dafür verantwortlich, dass sich der Untergrund während der Fahrt automatisch der Neigung anpasst. Da er an diesem Sonntag nicht mehr verkehrte, blieben die Fahrgäste am Zug gelehnt zurück.
Diese: PilatusToday / David Migliazza
50 Minuten Pause
„Wir haben um 19:20 Uhr einen Stop auf der Strecke gemacht“, bestätigt Martin Langenegger, Geschäftsführer der Stoosbahnen. Der Grund dafür war, dass ein Akku zu wenig Leistung hatte. “Die Techniker, die herauskamen, konnten das Problem relativ schnell identifizieren und beheben.”
Das erste Auto wurde zur Talstation gebracht, um die Batterie aufzuladen. Dies dauerte etwa eine halbe Stunde. „Danach konnte gegen 20.10 Uhr der Betrieb wieder aufgenommen werden und alle wurden mit dem Auto ins Tal gebracht.“ Es hätte nie eine Gefahr für die Passagiere gegeben.
Nicht das erste Problem
Bereits vor drei Wochen hatte es bei den Stoosbahnen einen Vorfall gegeben. „Am 21. Mai ist einer der beiden Blöcke ausgefallen“, sagt Langenegger. Dies ist jedoch kein Problem, da die beiden Einheiten unabhängig voneinander arbeiten. “Wenn einer ausfällt, springt der andere.”
In diesem Zusammenhang wurde am vergangenen Donnerstag bestätigt, dass die zweite Einheit sicher war. Da keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden, wurde die Bahn am Freitag wieder geöffnet. “Ersatzteile für das defekte Gerät sind bestellt und sollten in etwa fünf Wochen eintreffen.”