Gepostet am 24. Mai 2022, 8:02 Uhr
Die Stimmung in der Arbeitswelt ist schlecht nach zwei Jahren Crown. Eine jüngere Generation macht sich Sorgen um die Zukunft und fordert immer mehr. Das Beispiel Homeoffice zeigt, dass die Schweiz hinterherhinkt.
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Gemäss einer Studie von PwC ist die Unzufriedenheit mit Schweizer Jobs hoch. (Symbolfoto)
20 Minuten / Raphael Knecht
Infolgedessen strebt jeder Fünfte in naher Zukunft einen Jobwechsel an. (Symbolfoto)
20min / Michael Scherrer
Viele Arbeitnehmer wünschen sich mehr Zeit im Homeoffice. (Symbolfoto)
20 Minuten / Vanessa Lam
Das Beratungsunternehmen PwC hat weltweit mehr als 52.000 Menschen zu ihrer Arbeitszufriedenheit befragt. Auch in der Schweiz waren es knapp über 1000 Beschäftigte. Das Ergebnis: Die Stimmung in Deutschland ist schlechter als in den anderen 43 untersuchten Ländern. Jeder Zweite ist mit seinem Job unzufrieden, sogar jeder Fünfte strebt in naher Zukunft einen Jobwechsel an. Die Hauptgründe für Unzufriedenheit sind für die meisten niedrige Löhne oder unzufriedene Arbeit.
Die Generation Z macht sich Sorgen um die zukünftige Arbeitsplatzsicherheit
In den USA kursiert seit einiger Zeit der Begriff “Great Resignation”. Mehr Menschen, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie ihren Job nie aufgegeben haben. Auch auf dem Schweizer Arbeitsmarkt tut sich einiges. Eine neue Generation fordert vom Arbeitgeber mehr Flexibilität, soziales und ökologisches Engagement und vor allem mehr Büro zu Hause.
Eine deutliche Mehrheit der Befragten (78 %) würde gerne ganz oder teilweise remote arbeiten können. Aber für viele ist es immer noch ein Wunsch. Während in den übrigen untersuchten Ländern die meisten inzwischen Fernarbeit anbieten, können in der Schweiz nur 45 Prozent aller Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeiten.
PwC-Experten fordern Unternehmen auf, den Zukunftstrend nicht einzuschlafen. „Nur mit hybriden Arbeitsmodellen bleibt man für junge Talente attraktiv“, erklärt Andreas Staubli, CEO von PwC Schweiz.
26 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich mehr Gehalt wünschen. Aber im Allgemeinen bestimmen andere Faktoren, wie zufrieden jemand mit seinem Job ist. Etwa die Hälfte der in der Studie Befragten gab an, dass ihnen das Engagement des Arbeitgebers für Gesellschaft, Umwelt und Vielfalt wichtig ist.
Gerade in diesem letzten Punkt besteht für Unternehmen hierzulande noch Luft nach oben. Generell sind Frauen mit ihrem Job unzufriedener als Männer. Und sie sind nicht die einzigen, die ihre Arbeit pessimistischer sehen als andere. Die Generation Z (18-25 Jahre) ist deutlich unzufriedener als ihre älteren Kollegen. Junge Menschen haben Angst, in Zukunft durch neue Technologien ihren Arbeitsplatz zu verlieren.
Trotz der vielen Mängel, die Arbeitnehmer in Deutschland feststellen, glauben PwC-Experten nicht, dass es in Zukunft eine Entlassungswelle wie in den USA geben wird. Wenn Mitarbeiter ihre Mitarbeiter ernst nehmen und flexibler wären, wären mehr als 50 % der Mitarbeiter schnell mit ihrer Arbeit zufrieden.