Stand: 04.06.2022 20:49 Uhr
Mit ihrem 35. Sieg in Folge holte sich Iga Swiatek den Titel bei den French Open. Der Weltranglistenerste gewann am Samstag (4. Juni 2022) das Finale von Paris gegen die US-Amerikanerin Cori „Coco“ Gauff mit 6:1, 6:3 und feierte damit den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere.
Bereits 2020 hatte Swiatek den Sandplatzklassiker auf den Anlagen des Bois de Boulogne gewonnen. Nach einer überragenden Leistung gegen Gauff dauerte es nur 68 Minuten bis zum Sieg. Auch ihr Landsmann Robert Lewandowski feuerte sie von der Tribüne aus an. Der wechselbereite Bayern-Stürmer verfolgte das Finale ebenso von der Tribüne wie Ex-Weltmeister Bastian Schweinsteiger und seine Frau Ana Ivanovic.
French Open – Damenfinale: das Highlight
04.06.2022 21:01
Die nächste Gewinnchance besteht darin, im Doppel zu warten
Cori „Coco“ Gauff hat am Sonntag eine weitere Chance auf den Doppeltitel. Dann treffen sie und ihre Landsfrau Jessica Pegula auf die beiden Franzosen Caroline Garcia und Kristina Mladenovic. Angelique Kerber ist als letzte Deutsche in der dritten Runde des zweiten Grand-Slam-Turniers der Saison ausgeschieden. Die French Open sind nach wie vor das einzige Grand-Slam-Turnier, das die deutsche Nummer eins noch gewinnen muss.
Gauff zog ohne Satzverlust ins Finale ein, war dort aber sehr nervös
Gauff startete sehr nervös in das erste Grand-Slam-Finale seiner Karriere. Der 18-Jährige leistete sich viele kleine Fehler und fand zunächst nicht das Tempo. Gauff erreichte das Finale ohne einen einzigen Satzverlust und verbesserte sich im Roland-Garros-Stadion von Runde zu Runde.
Aber Swiatek war am Samstag nur eine weitere Hausnummer auf der Strecke von Philippe Chatrier. Die Polin zog schnell auf 4:0 zurück, Gauff brauchte 23 Minuten, um ihren ersten Matchsieg zu feiern. Die lauten „Coco, Coco“-Rufe hallten im Center Court wider, doch der Punktgewinn war kein Zeichen für eine mögliche Wende. Nur neun Minuten später machte Swiatek mit dem zweiten Satzball den ersten Drittelsieg perfekt.
Gauff mit tollen Leistungen
Im zweiten Durchgang startete Gauff etwas mutiger und nahm sogar das Service auf den großen Favoriten. Sie ging mit 2:0 in Führung, doch dann machte die Polin wieder ernst und gewann die nächsten fünf Spiele in Folge. Gauff konnte zu seinem Dienst zurückkehren, doch wenig später endete das einseitige Endspiel.
Gauff wird als Sieger der diesjährigen French Open in die Geschichte eingehen. Mit seinen erfrischenden Pressekonferenzen und wichtigen politischen Äußerungen zum Thema bewaffnete Gewalt in seiner Heimat USA machte Gauff denkwürdige Auftritte.
Arevalo/Rojer gewinnen den Doppelwettbewerb in Paris
Am Abend gewannen Marcelo Arevalo und Jean-Julien Rojer das Doppel der French Open. Der 31-jährige El Salvador und der neunjährige Niederländer schlugen Ivan Dodig/Austin Krajicek (Kroatien/USA) mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:5), 6:3. Ende Samstag durch.
Nach 3:03 Stunden nutzten Arevalo/Rojer ihren ersten Punkt des Matches und vollzogen ein beeindruckendes Comeback. Im zweiten Satz verteidigte das Duo drei Matchbälle. Tim Pütz verpasste als letzter Deutscher wegen Arevalo/Rojer das Achtelfinale. Die zweifachen Paris-Sieger Kevin Krawietz/Andreas Mies (Coburg/Köln) schieden in der ersten Runde aus.
Diese: sportschau.de