Die Ukraine hat Russland schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen und eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Konkret wirft die ukrainische Regierung Russland gezielte und unverhältnismäßige Angriffe auf Zivilisten vor.
Die Ukraine klagte laut einer Gerichtserklärung unter anderem über Verletzungen des Rechts auf Leben und Schutz vor Folter. Russland hat am 24. Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen.
Das Gericht informierte Russland über die Klage seines Nachbarlandes in der vergangenen Woche. Über die Zulassung wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Russland will sich den Urteilen des Straßburger Gerichts jedoch nicht länger fügen.
In ihrer Beschwerde gab die Ukraine an, dass Zehntausende Zivilisten verletzt, getötet, festgenommen oder verschwunden seien. Hunderttausende Menschen haben ihr Zuhause oder ihren Besitz verloren und Millionen wurden vertrieben.