Die Ukraine-Konferenz in Lugano braucht umfassende Sicherheitsmaßnahmen

Massive Sicherheitsmaßnahmen

1600 Soldaten werden die ukrainische Konferenz schützen

Für die ukrainische Wiederaufbaukonferenz in Lugano sind massive Sicherheitsmassnahmen nötig. Nun hat der Bundesrat den Einsatz von bis zu 1600 Soldaten bewilligt.

Veröffentlichung: 13.31 Uhr

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Aktualisiert: 13:34 Uhr

Der Krieg in der Ukraine geht unvermindert weiter. Mehr als drei Monate nach der russischen Invasion ist kein Ende in Sicht. Jeden Tag gibt es neue Bilder der Zerstörung.

Doch nicht nur die Ukraine denkt bereits über den Wiederaufbau nach. Anfang Juli trifft sich die internationale Community in Lugano IT zu einer Konferenz zum Thema. Erwartet werden hochrangige Vertreter aus rund 40 Ländern und 20 internationalen Organisationen.

Die Armee hilft dem Tessin

Weil die Konferenz, wie die Bundesregierung schreibt, „im Kontext starker internationaler Spannungen“ stehe, seien auch wichtige Sicherheitsmaßnahmen nötig. Am Freitag hat der Bundesrat eine Reihe davon gutgeheissen: Bis zu 1600 Armeeangehörige sollen die Tessiner während der Konferenz unterstützen. Sie müssen das Gelände sichern und Geräte und Fahrzeuge bereitstellen.

Zudem wird der Luftraum über Lugano vom 1. bis 8. Juli eingeschränkt. Die Luftwaffe wird einen Flugpolizeidienst stellen und den Luftraum überwachen. Die Konferenz findet am 4. und 5. Juli statt.

Selenskys Besuch ist noch offen

Auch der Bund beteiligt sich finanziell und übernimmt 80 Prozent der im Kanton Tessin anfallenden Kosten. Allerdings sollen keine Mehrkosten entstehen: Gemäss Mitteilung erfolgt dies über einen Zusatzkredit, der innerhalb des Justizdepartements von Karin Keller-Sutter (58, FDP) verrechnet wird.

Ob auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) in die Schweiz reisen wird, ist unklar. Angesichts des Krieges in seinem Land gilt dies jedoch als eher unwahrscheinlich. Bisher ist jedoch noch keine Absage eingegangen. (gb)

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