Die Ukraine wird 2021/22 mehr Getreide exportieren

Trotz Krieg

Die Ukraine exportiert mehr Getreide

Trotz des russischen Angriffskrieges exportierte die Ukraine in der Ende Juni zu Ende gegangenen Handelskampagne 2021/22 acht Prozent mehr Getreide und Hülsenfrüchte als im Vorjahr. Nach 44,7 Millionen Tonnen (2020/21) wurden 48,5 Millionen Tonnen exportiert.

Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Kiew am Freitag mit. Im Juni des Krieges lagen die Exporte jedoch wegen des Ausfalls der Seeexporte mit 1,4 Millionen Tonnen um 44 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Mit 18,7 Millionen Tonnen lagen die Weizenexporte in der Handelssaison 2021/22 um mehr als zwölf Prozent über dem Vorjahr. Allerdings wurde im Juni fast 80 Prozent weniger Weizen exportiert als 2020/21.

Internationale Hilfsorganisationen befürchten einen weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise, insbesondere von Brotgetreide, das für die kriegsbedingt ausbleibenden ukrainischen Exporte wichtig ist. Hungersnöte werden vor allem in Afrika und Asien befürchtet. Im Agrarbereich läuft das Geschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres.

Kiew wirft Russland seit dem russischen Angriff Ende Februar eine Seeblockade vor. Moskau weist das zurück: Ukrainische Minen in den eigenen Häfen seien die Ursache für Störungen des Seeverkehrs. Die Ukraine ist einer der fünf größten Agrarexporteure der Welt und exportiert derzeit nur auf dem Landweg.

(SDA)

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