Die nächste Generation hat 1278 Menschen betrogen
US-Behörden erstatten Schweizer Betrügern 380’000 Dollar zurück
Die US-Verbraucherschutzbehörde (FTC) wird Personen in der Schweiz, die von Next-Gen betrogen wurden, insgesamt 380.000 US-Dollar zurückerstatten. Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sind 1278 Personen betroffen.
Demnach sollen die Betrogenen durchschnittlich 96 US-Dollar erhalten, wie Seco auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Die amerikanischen Behörden hatten dem Seco mitgeteilt, dass sie die Betroffenen anschreiben würden.
Laut Seco wurden Millionen von Menschen weltweit seit 2013 von Next-Gen mit falschen Vorteilsversprechen hinters Licht geführt. Das Unternehmen hatte die Investoren schriftlich kontaktiert, und sie reagierten auf das Angebot und versprachen im Austausch für einen bescheidenen finanziellen Vorschuss enorme Gewinne. Sie bekamen jedoch keinen einzigen Cent.
2018 leitete die FTC ein Gerichtsverfahren gegen das Next-Gen-Management in den USA ein, wie Seco schrieb. Das Unternehmen erklärte sich im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung bereit, eine hohe Summe zu zahlen. Infolgedessen verfügt die FTC nun über fast 25 Millionen US-Dollar, um die Opfer des Betrugs zu entschädigen.
Rückerstattungen werden über den Zahlungsdienst von PayPal abgewickelt. Die FTC wird die Betroffenen in den kommenden Monaten anschreiben und über die Modalitäten informieren. Die Frist für die Beantragung einer Rückerstattung endet am 17. Oktober.
Die FTC kontaktierte das Seco als Teil des International Consumer Protection and Enforcement Network (ICPEN). Beide Organisationen sind Teil dieses 70-köpfigen Netzwerks, das gegen unlautere Geschäftspraktiken im grenzüberschreitenden Handel vorgeht. Die weltweite Zusammenarbeit der Behörden innerhalb dieses Netzwerks zielt darauf ab, den Verbraucherschutz über die Grenzen hinweg zu verbessern.
(SDA)