Die Vertretung des sächsischen Staates in Berlin griff mit Steinen und Farbe an

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag mehrere Glasscheiben in der Sächsischen Landesvertretung in Berlin zerstört. Zudem besprühten sie die Fassade großflächig mit schwarzer Farbe, wie die Berliner Polizei mitteilte.

Mehrere Zeugen alarmierten gegen 14.45 Uhr die Polizei. Sie hatten vier vermummte Männer beobachtet, die Kopfsteinpflaster auf das Gebäude Brüderstraße in Berlin-Mitte warfen und mit Farbe besprühten. Anschließend flüchteten sie mit dem Fahrrad zum Alexanderplatz.

Die Ermittlungen hat die Staatssicherheitspolizei des Landeskriminalamtes (LKA) übernommen. Zu den Hintergründen der Tat gebe es keine Informationen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Farbflecken enthielten keine Buchstaben.

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Der Leiter der Landesvertretung, Staatssekretär Conrad Clemens, reagierte besorgt. „Jeder, der Fenster einschlägt, nimmt bewusst in Kauf, dass Menschen verletzt werden“, sagte er. Es gab einen Wachmann im Gebäude und der Hausmeister wohnt auch dort. Clemens sagte, er habe im Erdgeschoss des Gebäudes einen Stein gefunden. “Hier ist alles voller Glasscherben.” Der Schaden ist beträchtlich.

Clemens handelte planmäßig. Aus ihrer Sicht war den Tätern bewusst, dass ihnen der Sicherheitsdienst nur wenige Minuten Zeit hatte, um die Polizei zu alarmieren. Allerdings könne er keine aktuellen Motive als Hintergrund für das Geschehen sehen, sagte Clemens der Deutschen Presse-Agentur.

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