Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch der Affenpocken in mehr als 50 Ländern zu einem „Notfall von internationaler Bedeutung“ erklärt.
Monkeypox-Virus unter dem Mikroskop – Centers for Disease Control and Prevention/AFP/Archiv
Bekanntmachung
das Wesentliche in Kürze
- Die WHO ruft einen „Notfall von internationaler Tragweite“ aus.
- Das Affenpockenvirus wurde in mehr als 50 Ländern nachgewiesen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch der Affenpocken in mehr als 50 Ländern zu einem „Notfall von internationaler Bedeutung“ erklärt. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat am Samstag in Genf die höchstmögliche Alarmstufe signalisiert.
Tedros Adhanom Ghebreyesus ist der Generaldirektor der WHO. – dpa-infocom GmbH
Die Klassifizierung soll das Bewusstsein der Mitgliedsländer schärfen, hat aber keine direkten praktischen Konsequenzen. Denn die Regierungen entscheiden selbst über Maßnahmen in ihren Ländern.
Sensibilisierung von Ärzten und Kliniken
Die Einstufung soll Ärzte und Kliniken sensibilisieren und in Verdachtsfällen Schutzmaßnahmen ergreifen. Ziel ist es, die Bevölkerung darüber aufzuklären, wie sie sich vor einer Ansteckung schützen kann.
Zuvor hatte sich ein Gremium unabhängiger Experten über eine gemeinsame Empfehlung zur Ausrufung des Notstands geeinigt.
Tedros nannte die Zahl von mehr als 16.000 bestätigten Fällen in 75 Ländern. Viele betroffene Länder hatten zuvor praktisch keine Fälle von Affenpocken. Es gab mehr als 240 Fälle in sechs afrikanischen Ländern, in denen das Virus zuvor Menschen infiziert hat.
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