Die Wiener Austria schreibt nach dem Sieg wieder schwarze Zahlen

Aus . – 14.08.2022 10:55 (14.08.2022 13:59)

Die Spieler von Wiener Austria feierten am Samstag ihren ersten Sieg in der neuen Saison. ©APA/EXPA/THOMAS HAUMER

Die Wiener Austria hat den Negativbereich der Bundesliga verlassen und vor der Mammutaufgabe Europapokal für das erste Erfolgserlebnis der Saison gesorgt.

Über eine Stunde in Unterzahl kämpfte sich die Wiener Austria am Samstag gegen die WSG Tirol wieder auf drei Punkte zurück.

Wiener Austria nach Sieg hoffnungsvoll

Beim 2:1 war Torhüter Christian Früchtl oft der Retter, den er dringend brauchte, im Angriff fiel Dominik Fitz mit einem Tor und einer Vorlage auf. Österreich ist immer noch Schlusslicht, aber hoffnungsvoll. „Wenn man nach 30 Minuten tot ist und trotzdem gewinnt, merkt man einfach, dass die Mentalität extrem da war. Das ist genau das, was wir brauchen“, sagte Fitz nach dem Spiel bei Sky.

„Wir haben einen tollen Job gemacht. Das muss jede Woche so sein, auch wenn wir gegen elf Spieler spielen. Wenn das so ist, können wir vorne spielen“, sagte Früchtl. Der von Bayern München eingewechselte Torhüter wurde nicht weniger als drei Mal vor gegnerischen Angreifern allein gelassen, war aber dank seiner Reflexe immer der Sieger.

Die WSG bedauert die verpassten Chancen

WSG-Trainer Thomas Silberberger ärgerte sich über die „Dreitausender“, die sein Team erhalten hatte. „Heute Morgen haben wir Hans Krankl getroffen, als er eingewechselt war. Mit diesen Chancen hätte er heute zwei, drei Tore erzielt.“ Der fünfte Saisontreffer von Tim Prica (59.) blieb nach Wiens Toren von Haris Tabakovic (20.) und Fitz (49.) ohne Wirkung.

Wollte Silberberger Österreich vor dem Spiel entscheidend überholen, hat er nun wieder zu den Top Sechs aufgeschlossen. Den Veilchen, die im vergangenen Jahr erst am siebten Spieltag trafen, fehlen nach vier Spielen in der oberen Tabellenhälfte drei Punkte. Sie haben bereits gegen Salzburg (0:3) und den formstarken LASK (1:1) gespielt. Trainer Manfred Schmid zeigte sich optimistisch: „Hätten wir Altach geschlagen (2:3, Anm.), hätten wir einen super Start hingelegt. Jetzt haben wir die Möglichkeit, mit guten Punkten in die nächsten Runden zu starten.“

Fenerbahce für Österreichs Trainer Schmid „dominanter Gegner“

Am kommenden Sonntag geht es für Österreich im WAC ohne Rotsünder Galvao weiter. Zuvor wartet Fenerbahce noch auf das Play-off der Europa League. Die Türken sind sicherlich eine Klasse über Wattens. Österreich hat für das Hinspiel am Donnerstagabend (21 Uhr) bereits über 10.000 Tickets verkauft, Dauerkartenbesitzer und Mitglieder haben bis Dienstag Vorrang, um ein echtes Heimspiel zu garantieren. Es ist davon auszugehen, dass sich viele Fans des großen Clubs in Istanbul Tickets sichern wollen.

Schmid betonte erneut die Rollenverteilung: „Fenerbahce ist ein überwältigender Gegner, aber wir werden es ihnen so schwer wie möglich machen.“ Der Sieg gegen die WSG „gibt Kraft, die Mannschaft ist hungrig“, sagte der Coach. Ob erkrankte Spieler wie Andreas Gruber, James Holland, Georg Teigl und Johannes Handl am Donnerstag zur Verfügung stehen, ist offen.

Hut ab vor den jungen Spielern der Wiener Austria

Bei den jungen Spielern erwischte Florian Wustinger (19) in der Startelf gegen die WSG einen guten Start, auch Liverpool-Leihgabe Billy Koumetio (19) spielte nahezu fehlerfrei. Die Franzosen machten in der Vorbereitung nicht immer die beste Figur. Schmid sprach über die übertriebene Kritik am Innenverteidiger. „Er ist fast zwei Meter groß, aber er ist ein Junge. Alle denken, er muss vom ersten Tag an arbeiten. Aber man muss ihm Zeit geben“, sagte der österreichische Trainer.

Schmid gab Dominik Fitz auch Zeit zum Nachdenken über das vergangene Jahr. Der offensive Mittelfeldspieler wurde im vergangenen Herbst zu den Young Violets berufen, im Frühjahr zeigte der 23-Jährige bessere Leistungen. Am Samstag sagte der Matchwinner rückblickend, er habe seine Einstellung und seinen Lebensstil geändert. Die Beziehung zu Schmid sei letztes Jahr “nicht so spannend” gewesen, “aber das haben wir hinter uns gelassen.” Schmid sagte über Fitz: „Man merkt, dass sich etwas getan hat. Er ist offensichtlich ein toller Kicker. Er hat auch gemerkt, dass es Sinn macht, mit dem Trainer zusammenzuarbeiten. Ich hoffe, er bleibt auf diesem Weg.“

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