© Wien Energie / Johannes Zinner
07.06.2022
Barbara Wimmer
In Wien wird sie derzeit zu einer der größten Gasturbinen Österreichs ausgebaut, um künftig Wasserstoff beizumischen.
Im Kraftwerk Donaustadt läuft der Umbau einer der größten Gasturbinen des Landes. Ab Sommer 2023 wird Wasserstoff zur Energieerzeugung beigemischt. Das teilte Wien Energie mit.
Dieser sogenannte „Test“ wird von Wien Energie, RheinEnergie, Siemens Energy und VERBUND durchgeführt. Im Versuch werden dem Erdgas zu Beginn 15 Prozent Wasserstoff beigemischt, dann steigt der Anteil auf 30 Prozent. Wenn es funktioniert, muss das System für den Dauerbetrieb zertifiziert werden. „Nur Reden wird die Klimakrise nicht lösen! Die Umrüstung unserer Gasturbine und der weltweit erste Wasserstoff-Betriebstest im Kraftwerk Donaustadt sind wichtige Schritte zu mehr Klimaschutz und Unabhängigkeit“, erklärt Michael Strebl, Vorstandsvorsitzender von Wien Energie.
Die Gasturbine im Kraftwerk Donaustadt
© Wien Energie / Johannes Zinner
Was genau wird gemacht
Die Renovierung läuft seit Mai und soll Mitte Juli abgeschlossen sein. Insgesamt ist mit einer Effizienzsteigerung von rund 23 Megawatt zu rechnen. Im Rahmen der Umbauarbeiten wurden verbesserte Turbinenschaufeln, ein neues Verbrennungssystem, ein Brenngasanalysator und ein neues Leitsystem installiert. Auch die Brennkammer wurde optimiert und für den Betriebstest vorbereitet.
Die ersten Tests sind für den Sommer 2023 geplant. Die ersten Ergebnisse werden Ende 2023 erwartet. Die Projektpartner haben rund 10 Millionen Euro in das Projekt investiert.